Handball
Damen-Derby zwischen Ketsch/Friesenheim und VTV Mundenheim

Nein, von einer Favoritenrolle möchte FSG-Trainer Eyub Erden nichts wissen. „Die gibt es in einem Lokalderby nicht.“ Solche Duelle werden über die Nerven entschieden. „Wer mehr Kampf und Einsatz zeigt, der gewinnt am Ende auch das Spiel“, so seine Prognose für Samstag. Das sieht sein Gegenüber Thorsten Engert als Trainer der VTV Mundenheim ein wenig anders: „Wenn man sieht, dass die ersten Drei der Oberligatorschützenliste der letzten Saison jetzt bei der FSG spielen, dann ist die Sache schon recht deutlich.“
Engert rechnet mit offensiven Friesenheimerinnen. „Tempo war sowohl das Spielprinzip von Friesenheim wie auch von Kandel.“ Und von dort stammt nicht nur der Trainer, sondern auch ein Großteil der Neuzugänge. Von seiner Mannschaft fordert er deshalb ein gutes Rückzugsverhalten. „Und wir dürfen uns im Angriff nicht viele technische Fehler erlauben“, zählt er als Schlüssel zu einer kleinen Überraschung auf. Immerhin: „Sandra Reis ist wieder fit. Sie hat mittrainiert und wird beim Derby auf alle Fälle dabei sein.“ Damit hat Trainer Engert seinen kompletten Kader zur Verfügung.
Davon ist Eyub Erden bei Ketsch/Friesenheim weit entfernt. „Ich habe ja schon vor der Saison gesagt, dass wir September und Oktober irgendwie überbrücken müssen.“ So sind Jana Heidger und Natascha Philipp ebenso noch immer nicht dabei, wie Susanne Kappes. Nicht seine einzigen Ausfälle. Aber der FSG-Kader kann das zumindest qualitativ auffangen und brennt auf das Spiel am Samstag. Und das nicht allein mit Derbyfieber. „Wir haben aus der Vorwoche noch etwas gutzumachen. Wir wollen jetzt ein Zeichen setzen“, kündigte Erden nach der deutlichen Niederlage zuletzt in Marpingen-Alsweiler an. „Dabei ist der Gegner eigentlich egal.“