Ludwigshafen Da geht die Post ab

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Ludwigshafen

. „Entscheidend waren die Doppel. In den Einzeln lief alles wie geplant“, bilanzierte Neuhofens Nummer eins, Timo Kettner, enttäuscht. Zwar behielt er auch nach dem achten Spieltag seine makellose Einzelbilanz und bleibt damit der statistisch beste Spieler der Oberliga, aber an der Seite von Sebastian Gaag unterlag er im Spitzendoppel nach einem packenden Spiel der Post-Paarung Christoph Mangstl/Leonard Heim. Zumindest aus Ludwigshafener Sicht keine Überraschung, sondern mit 21:18, 20:22, 21:19 das Ergebnis harter Arbeit. Da konnte sogar Post-Sprecher Dennis Abraham nicht immer zusehen: „Als die Jungs nach der 20:18-Führung im zweiten Satz ihre beiden Matchbälle nicht verwerten konnten, habe ich gedacht, dass sie auch den dritten Satz abgeben würden.“ Umso erfreulicher für ihn, dass die Gastgeber unbeschadet aus dieser Situation hervorgingen und Leonard Heim den dritten Matchball mit einem krachenden Schmetterschlag verwandelte. Der Neu-Neuhofener Marc Fehlinger erfüllte hingegen die in ihn gesetzten Erwartungen. Fehlinger, vor Kurzem erst vom Post SV Ludwigshafen zum TuS gewechselt, siegte zunächst an der Seite von Daniel Häfner mit 21:16, 21:14 gegen Abraham, der seine Premiere an der Seite von Alexander Hillert feierte, und gewann im Anschluss auch mit 21:23, 21:15, 21:14 im dritten Herreneinzel gegen Abraham. Trotz der insgesamt eindeutigen Ergebnisse jeweils besondere Spiele: „Das war in dieser Saison mein erstes Einzel“, erklärte Dennis Abraham, und ich habe auch zum ersten Mal mit Alex Hillert Doppel gespielt.“ In der Vorrunde waren diese Positionen beim Post SV jeweils noch mit Marc Fehlinger besetzt. Die Spiele der Damen waren hingegen eine deutliche Angelegenheit zu Gunsten der Gastgeber. An der Seite von Mona Fischer besiegte Vanessa Poyatos zunächst die Neuhofener Paarung Nadine Schemer und Maike Stritzinger deutlich mit 21:10, 21:14, und behielt im Anschluss auch im Einzel gegen Daniela Kasper mit 23:21, 21:12 die Oberhand. Zufrieden war sie mit der eigenen Leistung trotzdem nicht: „Ich habe vor allem im Einzel unglaublich viele leichte Fehler gemacht“, haderte sie. Immerhin hatte sie damit für das 3:2 zu Gunsten des Post SV gesorgt. Der in bestechender Form aufspielende Alexander Hillert stellte im zweiten Herreneinzel mit seinem klaren 21:8, 21:10-Erfolg über den chancenlosen Patrick Strese den vierten Punkt für die Gastgeber und damit zumindest das Unentschieden sicher. „Das lief alles so, wie wir es erwartet hatten“, sagte Kettner noch einmal und meinte damit auch seinen Sieg im Einzel gegen Ludwigshafens Linkshänder Leonard Heim. Der bot beim 16;21, 19:21 zwar reichlich Gegenwehr, aber in den entscheidenden Situationen war er jeweils den Tick zu spät am Ball. Das abschließende Mixed musste wieder einmal über Heimsieg oder Unentschieden entscheiden. „Das ist auch oft eine Nervensache“, sah Abraham abermals das drohende Unheil über seiner Mannschaft. Sein Pessimismus war allerdings nicht nötig, denn Mona Fischer und Christoph Mangstl hatten ihre Nerven besser im Griff, drehten im ersten Durchgang einen 17:19-Rückstand zum Satzgewinn, und zogen im zweiten Abschnitt unaufhaltsam davon.

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