Interview RHEINPFALZ Plus Artikel CDU-Spitzenkandidat Peter Uebel: Keine Zusammenarbeit mit AfD

Peter Uebel
Peter Uebel

Bei der Europawahl und im Ludwigshafener Stadtrat hat die CDU Mandate dazugewonnen. Trotzdem spricht Spitzenkandidat Peter Uebel im Interview mit Christiane Vopat von einem schlechten Ergebnis für Ludwigshafen.

Herr Dr. Uebel, Sie schauen immer noch gebannt auf Ihr Handy und trauen Ihren Augen kaum. Wie geht es Ihnen nach diesem Wahlabend?
Es ist ein schwieriger Abend. Wir hatten als CDU mehr erwartet. Momentan sind wir zweitstärkste Kraft hinter der AfD. Ich denke, dass sich das noch drehen wird nach der Auszählung der Briefwahl. Aber das Abschneiden der AfD ist erschreckend.

Wie geht es jetzt weiter?
Wir haben unser Ergebnis leicht verbessert. Ich hoffe, dass wir noch etwas zulegen werden.

Die CDU war am Sonntagabend die einzige Partei im Pfalzbau, die immer wieder Grund zur Freude und ihre Ergebnisse beklatscht hat.
Ja, wir sind europaweit die stärkste Kraft. Wir konnten uns leicht verbessern, während die SPD deutliche Verluste verkraften muss. Was die SPD verloren hat, hat die AfD gewonnen. Im Bezirkstag ist die CDU ebenfalls die stärkste Kraft. Bei den Ortsvorstehern haben wir ein sehr gutes Ergebnis mit Dennis Schmidt in Ruchheim eingefahren. Der hat einen Durchmarsch gemacht. Klasse! Maudach und Rheingönheim und Süd sehen auch sehr gut aus. Und es gibt ein Überraschungsergebnis in Mundenheim. Raymond Höptner hat dort einen tollen Wahlkampf gemacht. Da steht ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Amtsinhaberin an.

Hat sich Dennis Schmidt mit seinem Durchmarsch in Ruchheim auch als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr beworben?
Das müssen wir sehen. Wir werden erst nach der Kommunalwahl über die OB-Wahl sprechen. Das hat bisher noch keine Rolle gespielt.

Warum hat die SPD so schlecht abgeschnitten?
Die SPD hatte keinen Rückenwind auf Bundesebene. Auch die Arbeit der SPD im Land ist nicht von Vorteil für die Genossen in Ludwigshafen. Vor Ort hat die SPD keine gute Arbeit gemacht und im Wahlkampf mit den Plakaten zum Klinikum und zu den Kitaplätze für Ärger gesorgt.

Mit wem können Sie sich im neuen Stadtrat eine Zusammenarbeit vorstellen?
Das müssen wir sehen. Auf jeden Fall mit bürgerlichen Parteien. Die AfD ist kein Thema für uns, dafür stehe ich nicht zur Verfügung. Momentan sieht es schwierig aus, eine stabile Mehrheit auf Augenhöhe zu bilden. Da müssen wir uns die Verteilung der Sitze genau anschauen. Das wird eine Herausforderung.

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