Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

(…) Dieser Artikel entbehrt jeglicher Wahrheit, denn auf der gegenüberliegenden Seite unter Stadtnotizen stehen fünf Fälle von Straftaten an einem Tag. Wir leben in unserem Haus seit 40 Jahren, und vergangenes Jahr hat uns die Polizei geraten, den Terrassentisch in den Keller zu bringen wegen der Einstiegsgefahr auf den Balkon. Außerdem haben wir festgestellt, dass bei jeder Messe die Polizei vertreten ist, um den Bürgern Hilfestellung wegen Einbruchsgefahr zu geben – sie kämen sogar kostenlos in Haus. In einem griechischen Speiselokal liegen Postkarten aus mit einem Aufruf, dass die Polizei in Baden-Württemberg um 1400 Personen aufgestockt wird. Warum braucht die Polizei so viele zusätzliche Personen, wenn doch die Kriminalität seit 2010 zurückgeht, wie in ihrem Artikel behauptet? Anmerkung der Redaktion: Auch die Polizei betont stets, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger und die tatsächliche Anzahl der Delikte nicht zwangsläufig übereinstimmen. Doch die Statistik spricht eine klare Sprache: Die erfassten Straftaten sind laut Polizei gegenüber 2015 in Ludwigshafen um 1168 Fälle zurückgegangen (-6,6 Prozent). Nichts anderes stellt der Bericht dar. Der Beitrag hat mich sehr angesprochen. War ich doch auch kürzlich bei der Abi-Feier meines jüngsten Sohnes. Auch hier wurden in guten Redebeiträgen sowohl von Schüler- wie Lehrerseite unter anderem das Engagement der Eltern bedacht. Bei den Segenswünschen von Pfarrerin Schramm vermisse ich einen, wie ich finde, wichtigen Aspekt: Mögen sich die jungen Menschen auf ihren weiteren Wegen auch für Gott und seine Möglichkeiten öffnen und ihn auch in ihr Leben einladen. Denn was nützt aller göttliche Segen und Zuspruch, wenn wir Menschen nicht darauf reagieren und weiter unser eigenes „Ding“ machen? Gott lässt uns ja alle unsere Freiheit, aber er ist ein „Gentleman“ und dringt nicht einfach in unser Leben ein, wenn wir das nicht möchten. Wie gut, dass langsam mit weiteren Reaktionen eine kleine Debatte zu diesem zentralen Thema zu entstehen scheint. Das freut mich. Die sehr gelungenen Artikel über die Schulsituation in Ludwigshafen finden kaum ein Echo. Eigentlich könnten solche Beiträge über jede andere Schule im Kreis und darüber hinaus verfasst werden. Merkwürdig ist, dass dieses Schulthema wirklich kein Thema ist. Denn die Parteien schweigen. Sonst wird großartig getönt, dass die Jugend unsere Zukunft sei und so weiter, dass alles in die Bildung gesteckt werden müsste – ich meine jetzt nicht wieder Geld, sondern Engagement, Zuwendung und so weiter. Selbst die AfD, der die beiden Themen Euro und Flüchtlinge abhanden gekommen sind, hüllt sich in Schweigen. Wo ist da die Alternative gegenüber den anderen Parteien, wenn man eine solche Steilvorlage von der Zeitung erhält? Als Grundschullehrerin an der EKS finde ich Ihren Artikel sehr treffend formuliert. Die räumliche Situation ist schon jetzt belastend für alle Beteiligten. Was unter anderem daran liegt, dass das vorgesehene Raumkonzept veraltet ist. Dieses ist nicht an die Bedürfnisse einer Schwerpunktschule mit über 500 Schülern, die zudem auch noch intensive Sprachförderung betreibt und zur Entlastung der Eltern eine Nachmittagsbetreuung anbietet, angepasst. Noch weniger Räume bei steigenden Schülerzahlen? Hoffentlich nicht! Julia Klöckner ist ja bestens bekannt für alle möglichen Sprüche. Wenn Sie nun „süffisant“ bemerkt, dass man glaube, Martin Schulz könne übers Wasser gehen und nun sei er nach der Landtagswahl im Saarland „baden gegangen“, ist das ein bisserl billig. Aber keine bange, Frau Klöckner, Martin Schulz hat im allerschlimmsten Fall vielleicht ein bisserl nasse Füße bekommen – und die sind bereits wieder trocken, um weitermarschieren zu können. Übrigens: Übers Wasser will er nicht gehen, er kann nämlich schwimmen.