Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

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In der VG Dannstadt-Schauernheim, Ortsteil Dannstadt, kommt jeden Freitag die Müllabfuhr. So weit, so gut. Im Winter bei Temperaturen unter null Grad Celsius kann es zumindest alle zwei Wochen zu Problemen seitens des Dienstleisters kommen. Der Biomüll ist in der Tonne trotz Zeitungspapier als Unterlage und Gehacke mit dem Spaten festgefroren. Ein freundlicher Mitarbeiter des Abfuhrbetriebs legt in solch einem Fall einen Zettel in die Mülltonne, auf dem sinngemäß steht: „Kann nicht geleert werden, da festgefroren. Der Inhalt der Tonnen muss locker und schüttbar bereitgestellt werden.“ Beim Leeren wird die Tonne dann zwei- bis dreimal gegen den Müllwagen gekloppt, und die Schwerkraft soll dann den Rest erledigen. So, liebe Freunde, wir bezahlen nur leider kein Geld fürs Mülltonnenschütteln. Das können wir in unserer Freizeit auch selbst erledigen, leer wird die Tonne davon leider auch nicht. Wer als Dienstleister mit dem Inhalt der Tonne Geld verdienen möchte, sollte sich vielleicht auch anstrengen, an den bereitgestellten Inhalt zu kommen und nicht von der Bevölkerung erwarten, morgens um 6.30 Uhr aufzustehen, um die Biotonne aufzutauen. In jedem Betrieb gibt es Probleme und Mitarbeiter, die für die Lösung von Problemen aller Art jeden Monat ihr Gehalt bekommen. Ich wohne zwar nicht in Ludwigshafen, spaziere aber jeden Tag in der Mittagspause durch die Innenstadt – seit fast 30 Jahren. Die Pläne, die der GAG-Vorsitzende schilderte, interessieren mich daher natürlich. Nun sollen leere Ladenlokale mit Praxen und Dienstleistern gefüllt, die Fußgängerzone teils aufgehoben werden, um „die Vermarktung neuer Wohnungen“ zu erleichtern. Ich möchte einige Gedanken einbringen, die in dem Artikel – und vielleicht auch in den Überlegungen der GAG – aus meiner Sicht bisher fehlen: Wo Menschen wohnen, brauchen sie Abstellfläche. Für Fahrräder, Fahrrad-Anhänger, Kinderwagen, Mülltonnen. In der Schweiz und in Berlin habe ich in hochwertigen Wohnanlagen – Bern Liebefeld, Riehen bei Basel, Berlin Nikolai-Viertel – gute Lösungen dafür gesehen. Ebenerdig – in Lagen, wo in Ludwigshafen noch leere „Ladenlokale“ sind. Wenn es der GAG oder sonst wem gelingt, den Wohnraum in der Stadt durch Einrichten von Flächen für Kinderwagen, Rollatoren, Fahrräder, Fahrrad-Anhänger, Mülltonnen, also den ganz normalen Lebensbedarf von Menschen, attraktiv zu machen, wird die Umwidmung der Innenstadt zu einem lebenswerten Umfeld sicher gelingen. Ich hoffe sehr, dass bei der Gestaltung neuer Wohnungen für neue Menschen diese normalen Bedürfnisse von Menschen und Familien berücksichtigt und nicht von Anfang an als „zu teuer“ oder „wird sich finden“ hintangestellt werden. Sehr geehrter Herr Busam, super, dass sie diese Beobachtungen in einem Leserbrief mitgeteilt haben. Während meines Arbeitslebens (bis Februar 2015) haben meine Kollegin und ich uns mindestens 15 Jahre lang fast täglich darüber geärgert, dass etliche Mitarbeiter des Wirtschaftsbetriebs (WBL) jeden Morgen von zirka 9.30 Uhr bis zur Mittagspause mit ihrem Auto samt Kehrgeräten vor unserem Bürofenster standen und eine „große“ Pause machten. Ein Anruf bei der WBL änderte diesen Zustand für zwei Wochen – und dann ging es munter weiter. Bei einem weiteren Anruf wurde mitgeteilt, man wäre nicht zuständig. So viel zur Überlastung der WBL-Mitarbeiter. Es ist eine Schande, dass da von übergeordneter Stelle mitgespielt wird. Hier ein Hinweis auf weitere Deutsche Post-Briefkästen: Zu erreichen mit einem Spaziergang oder per Bus (72) oder mit der umgetauften Rheinhaardt-Bahn (4). Standorte: Bei Globus und noch einer bei Aldi, Fußgönheim.

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