Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

Dieser Beschluss führt für mich zum Umkehrschluss: Such dir ausreichend Komplizen, dann kannst du dir Regelverstöße ungestraft erlauben! Gute Entscheidung, da freuen sich doch mal wieder alle gesetzestreuen Mitmenschen! Den Äußerungen von Marion Urban kann ich mich nur anschließen. Der Bahnhof Mitte ist ein Schandfleck für die Deutsche Bahn und die Stadt Ludwigshafen. Ich teile die Erfahrungen von defekten Aufzügen, die über längere Zeit nicht repariert werden, von einer Rolltreppe, die so ziemlich jedes Mal, wenn ich dort vorbeikomme, nicht funktioniert. Man muss nur einmal eine stehende Rolltreppe hinauflaufen, um zu verstehen, wie mühsam das schon für gesunde Menschen ist, geschweige denn für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Von Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen ganz zu schweigen. Das habe ich alles schon vor Ort erlebt, und es hat mich wütend gemacht. Es ist mir völlig egal, wer zuständig ist für funktionierende Aufzüge oder Rolltreppen am Bahnhof Mitte. Ich erwarte allerdings als Bahnkundin und gelegentliche Besucherin des Berliner Platzes, dass die Infrastruktur instandgehalten wird, will sagen, dass Aufzüge und Rolltreppen ihre Aufgabe erfüllen. Da protzt die Stadt mit den beiden Filmfestivals (…) und anderen kulturellen Angeboten und ist nicht einmal in der Lage, für einen funktionierenden Bahnhof zu sorgen. Am besten fährt man gleich nach Mannheim oder Heidelberg. Sauberkeit ist wichtig, jedoch nach dem Motto „Wer soll das bezahlen?“ hat man sogleich einen Zahler gefunden. Als Eigentümer eines Anwesens kann man sich gegen eine Gebührenerhöhung nicht wehren und muss dies hinnehmen. Zur Einrichtung der „Kehrforce“ möchte ich hier mal daran erinnern, dass bereits seit vielen Jahren ein Bußgeldkatalog für kleinere Vergehen wie die Entsorgung von Zigarettenkippen, Papiertaschentüchern, Kaugummi und vieles mehr existiert. Dies ist vielen in unserer Gesellschaft gar nicht bekannt und schlichtweg egal, es fehlt ja auch an Personal, dies zu ahnden! Schmutzfinken gehen hier straffrei aus. Es ist nicht damit getan, eine „Kehrforce“ einzurichten, um den Dreck von anderen zu entfernen. Dies ist, wie wenn man nur Schmerzbekämpfung betreibt und nicht nach der Ursache sucht! Es sind zu wenige Kräfte im Einsatz, die dies einfordern. Warum kann man nicht weiteres Personal einstellen, um dieses Übel an der Wurzel zu packen? Dies müsste dann auch in der Presse veröffentlicht werden! Tag für Tag sammle ich auf unserem Gehweg Zigarettenkippen auf und denke dabei an die vielen Hausbesitzer, welche niemals ihrer Kehrpflicht nachkommen. Es wäre ebenso sinnvoll beim Kauf eines Anwesens, dem neuen Eigentümer mit dem Grundbesitzabgabenbescheid die „Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen des Ortsrechts der Stadt Ludwigshafen“ auszuhändigen, damit er auch über seine Pflichten in Kenntnis gesetzt wird. Meine Anregung wäre, Personal für das Ahnden von Umweltverschmutzungsdelikten einzusetzen und somit mehr Umwelt- und Sauberkeitsbewusstsein zu erzielen. Wie jeder weiß, funktioniert Erziehung in unserer Gesellschaft leider nur über die Geldbörse, damit es für alle lebenswert bleibt. Profunde Bibelkenntnisse scheint ihr Reporter Volker Endres nicht zu haben. Er macht in dem Interview mit Pfarrerin Schipper aus dem Propheten Micha flugs den Propheten „Michael“. Ein Blick in die Bibel, dort im Alten Testament, hätte genügt.