Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

Fernwärme ist zurzeit die teuerste Wärmequelle. Grundpreise sind allein Gewinnanspruch von Monopolversorgern und haben mit Fixkosten nichts zu tun. Daher ist die Begründung von den TWL zur Preiserhöhung scheinheilig. Gleichzeitig wird eine absurde Preisformel veröffentlicht. Man verfeuert Müll, aber kein Gas oder Heizöl. Die sehr ähnlich undurchschaubare Formel vom 30. November 2013 wird beim Grundpreis klammheimlich aufgegeben. Die Preisgestaltung ist allein gewinnorientiert. Letzte Woche erreichte mich das Schreiben der TWL über die „Umstrukturierung“ der Preise für unsere Fernwärmeversorgung. Ich überflog das Anschreiben, um mich dann den Preisen auf der Rückseite zu widmen. Ich errechnete also anhand unseres Vorjahresverbrauchs die jährlichen Gesamtkosten für die Fernwärmeversorgung nach dem alten und dem neuen Preismodell und kam auf eine Preiserhöhung von 39 Prozent! Auch mehrfaches Nachrechnen ergab kein anderes Ergebnis. Hatte ich etwas im Text überlesen? Also las ich den Text nochmals genau. Schwarz auf weiß stand da: „Bei der Berechnung der neuen Preise stand für uns Folgendes im Vordergrund: Für unsere Kunden wird Fernwärme nicht teurer.“ Danke TWL! In Ihrem Bericht gehen Sie auf das neue Preismodell der TWL ein, wobei sie Nettopreise kommunizieren. Allerdings muss der Verbraucher zu diesen Preisen noch die 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzuaddieren. Dadurch lassen sich die Preise deutlich niedriger und damit freundlicher lesen. Unfreundlich ist die Preisfestsetzung für Fernwärme der TWL als Monopolist, denn die rund 20.000 Haushalte in Ludwigshafen können nicht zu einem anderen Anbieter wechseln. In der Vergangenheit offerierte die TWL ihren Fernwärmepreis als „sicher und günstig“, heute ist dieses Preisdiktat nur noch „sicher teuer“. Warum hat die TWL ein neues Preismodell eingeführt? Bisher verlangte die TWL einen um 30 Prozent höheren Preis als für Gas. Mit dem neuen niedrigeren Verbrauchspreis hat sich die Fernwärme dem Gaspreis der TWL angenähert. Als Basis zur Ermittlung des Fernwärmepreises wurden die aktuell relativ niedrigen Gas- und noch niedrigeren Ölpreise gewählt. Wenn diese Preise aber wieder ansteigen, dann wird sich auch der Fernwärmepreis entsprechend erhöhen. Die Festpreiserhöhung dagegen lässt den Grundpreis deutlich über den Gaspreis ansteigen, so dass jeder der 20.000 Fernwärme-Haushalte mindestens 150 Euro pro Jahr mehr zahlen muss im Vergleich zu Gas. Dabei ist die Fernwärme ein Produkt, welches aus der Verbrennung von Abfall in der Chemiestadt Ludwigshafen hergestellt wird, Gas dagegen von der TWL aus Sibirien importiert wird. Die Fernwärmekunden in Ludwigshafen sind und bleiben die „Dummen“, da sie sich zwar für eine umweltschonende Energie entschieden haben, aber dem Preisdiktat des Monopolisten TWL ausgeliefert sind. Wie zu lesen war, durften die Maudacher ihre neu aufgebaute Festhalle im Bruch einweihen. Das ist gut für die Vereine, und die Verantwortlichen dürfen sich zufrieden auf die Schultern klopfen. Die letzten zwei Jahre waren Maudacher Vereine in die Halle der Walderholung Mutterstadt ausgewichen. Die Mutterstadter Vereine und ihre Gäste haben die Maudacher Vereinsfreunde mit großem Verständnis aufgenommen, ihre Feste besucht und die Gemeindeverwaltung darin bestärkt, dass man hier helfen muss: ohne Neid, ohne falsches Konkurrenzdenken, zu den gleichen günstigen Konditionen wie für Einheimische. Ein regelmäßiger Festbesucher sowohl in Mutterstadt als auch in Maudach hat mir am Wochenende gesagt, es wäre traurig, dass niemand dieses Entgegenkommen von Mutterstadter Seite erwähnt hätte: kein Vertreter der Arbeitsgemeinschaft, kein Ortsbeirat, kein Verantwortlicher der Stadtverwaltung, was eigentlich eine Sache des menschlichen Anstands gewesen wäre. Ich kann ihm leider nicht widersprechen. Man sollte als Berichterstatterin sich erst einmal über die Entstehung, Sinn und Zweck des „1. Mai“ sachkundig machen, bevor man auf eine solche Veranstaltung geht. Ihre Mitarbeiterin hätte mehr Zeilen über die Inhalte der Redner verwenden sollen. Wir denken, dies würde auch die RHEINPFALZ-Leser eher interessieren als unter anderem der „wabernde Bratwurstgeruch“ oder das Outfit des Bürgermeisters. Auf dem Dürkheimer Wurstmarkt wäre die Dame eventuell besser aufgehoben. Schön der Bericht über die Kundgebung zum 1. Mai im Ebertpark. Genannt werden 1200 Zuhörer – so der Veranstalter. Warum keine Angabe der Polizei? Auf dem Foto sind höchstens 140 zu sehen. Warum sollen sich dann die anderen 1000 so weit weg von der Ministerpräsidentin aufgestellt haben? Eine andere Frage: Wenn über das wirklich zu niedrige Rentenniveau gesprochen wurde, warum vergisst dann der DGB-Redner zu sagen, dass der DGB zusammen mit der SPD und den Grünen dafür verantwortlich ist, dass die Eingangsrente vor etwa 15 Jahren um etwa 20 bis 30 Prozent gesenkt wurde? Andere Bemerkung: Stellen wir uns einmal vor, die AfD hätte eine solche Veranstaltung durchgeführt. Mindestens 500 Polizisten wären notwendig gewesen, um die vermummten, linksextremen, gewaltbereiten Kommunisten, bewaffnet mit Eisenstangen wie in Stuttgart am Samstag, vor dem Ausbruch ihrer Gewalt zu hindern.