Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

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Ihre Kolumne „Weltschmerz“ war hervorragend und hat genau das ausgedrückt, was uns in dieser ach so schönen Vorweihnachtszeit am Herzen liegt – und nicht nur erst jetzt. Ganz großes Dankeschön an Herrn Gierescher für den Kommentar heute! Das ist auf den Punkt gebracht - und mir aus der Seele gesprochen. Bitte mehr davon. Frau Marion Schneider aus Dannstadt-Schauernheim, die in ihrem Leserbrief in gewisser Weise die Jugendarbeit des Ludwigshafener SC angreift, mag ihre Beobachtungen gemacht haben, wobei sie nicht auf bestimmte Spiele eingeht. Das möchte ich nicht weiter kommentieren. Ich hoffe nur, die Dame hat auch das Gespräch mit Verantwortlichen der Jugendabteilung des LSC gesucht. Worauf ich hinaus will, ist folgendes: mein Sohn Julian hat zehn Jahre, angefangen von den Bambini bis zur A2-Jugend, ohne Unterbrechung beim LSC gespielt. In all diesen Jahren war ich als eine Art Betreuer und hilfreiche Hand der Trainer immer bei seinen Spielen dabei. Nie, bei keinem Spiel in all den Jahren, konnte ich die von Frau Schneider beschriebenen Vorkommnisse beobachten. Dass mal ein Trainer im Spiel aus der Haut fährt und sich ein Wortgefecht mit dem gegnerischen Trainer während des Spiels liefert, kommt sicherlich bei jedem Verein vor. Solange man sich aber noch während das Spiel läuft oder gleich nach Schlusspfiff wieder verträgt und sich die Hand gibt oder umarmt, ist alles in Ordnung. Wie gesagt: das kommt doch in jedem Verein vor. Das Schreiben der Frau Schneider ist in meinen Augen vereinsschädigend, stellt den LSC in ein schlechtes Licht. Fragwürdig, meiner Meinung nach, ob man das so abdrucken muss. Im übrigen ist der Ludwigshafener SC immer noch, entgegen der Meinung der Frau Schneider, die erste Adresse im Ludwigshafener Jugend-Fußball und darüber hinaus. Meinen Sohn würde ich immer wieder beim LSC anmelden. Hiermit möchte ich Sie über einen Vorfall informieren der sich heute nach Schulende am Oggersheimer Straßenbahnhof zugetragen hat, bei der die Kontrolleure der RNV meiner Ansicht nach ihre Kompetenzen bei weitem überschritten haben. Die Schulkinder wurden während des Wartens auf die Straßenbahn von Kontrolleuren angehalten, ihre Fahrtickets zu zeigen. Man wollte sich damit wohl Arbeit ersparen, im fahrenden Zug zu kontrollieren. Im Fall, der mir bekannt ist, waren es zwei ausländische Kinder, die zum erstem mal in der Schule waren und nun den Nachhauseweg allein antreten wollten. Die Eltern, die auch erst seit zwei Monaten hier sind, hatten ihnen irrtümlicher Weise am Morgen am Automaten ein Ticket gekauft von dem sie annahmen, es sei den ganzen Tag gültig. Die Kontrolleure riefen die Eltern der Kinder, die kein gültiges Ticket vorwiesen, an und bestellten sie zum Oggersheimer Bahnhof. Das wäre eine vornehme Geste gewesen, wenn man die ausländischen Eltern belehrt und auf die genaue Ticketwahl hingewiesen hätte, ohne den Sachverhalt des möglichen Schwarzfahrens in Rechnung zu stellen. Dies ist aber leider nicht geschehen. Und so wurden die Eltern mit einem Strafzettel wegen Schwarzfahrens ihrer Kinder belangt. Es mag ja angehen, Fahrgäste vor dem Einsteigen auf gültige Tickets zu überprüfen. Leider läuft dabei nicht immer alles reibungslos ab. Zudem haben die Kontrolleure die Kinder daran gehindert, in die Straßenbahn einzusteigen, so ist der Strafbestand des Schwarzfahrens ja gar nicht gegeben. Ich möchte die RNV hier mit aller Entschiedenheit darum bitten, bei ihren Kontrollmaßnahmen bei Kindern an Haltestellen das nötige Verständnis zu zeigen. Der Stadtrat hat weitere Notunterkünfte beschlossen, denn es muss eine schnelle Übergangslösung her. Die Entwicklung der Flüchtlingskrise wurde von allen zu lange ignoriert, aber auch wenn man zu spät auf diese Krise reagiert hat, ist es doch zu begrüßen, dass etwas getan wird. (...) Wohnungen entstehen nicht von heute auf morgen und deshalb sollte man vernünftige Vorschläge ausarbeiten und sich nicht auf Kosten von Menschen profilieren. Herr Professor Müller selbst mag ja eine Koryphäe sein, aber als Chefarzt ist er auch für sein Personal und die Organisation verantwortlich. Ich habe im Klinikum vor zwei Jahren eine Biopsie der Prostata machen lassen und kann den positiven Eindruck der Berichterstattung nicht bestätigen. Trotz meiner privaten Zusatzversicherung wurde mir eine junge Assistenzärztin zugeteilt, die mir ziemlich unsensibel ein Ultraschallgerät einführte, die Wirkung der Schmerzspritze nicht abwartete und auch weiterhin desinteressiert wirkte; und während des Eingriffs – ich lag nackt und angeschnallt auf einem kalten Stuhl - kamen dreimal fremde Personen in den Raum, um in den Schränken nach irgendetwas zu suchen. Die Biopsie verlief schmerzhaft, ich konnte danach drei Tage nicht sitzen. Weitere Einzelheiten erspare ich dem Leser. Nach dieser Erfahrung informierte ich das Qualitätsmanagement der Klinik, stieß dort jedoch auf kein Interesse. Nun, vielleicht ist mein Fall eine Ausnahme – aber auch sie sollte erwähnt werden. Verglichen mit Lu war eine frühere Biopsie im Hetzelstift in Neustadt direkt eine Wohltat (...).

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