Ludwigshafen Brauner Reis für 750 Kinder

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Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel von Walter Zwick aus Speyer. Seit zwölf Jahren engagiert sich der studierte Landwirt, der 34 Jahre lang auf Management-Ebene bei der BASF gearbeitet hat, deshalb für ein landwirtschaftliches Hilfsprojekt in Battambang, Kambodscha. Unterstützt wird er vom Lions-Club Ludwigshafen-Kurpfalz und ihrem scheidenden Präsidenten Jürgen Oldeweme, die 8000 Euro für das Projekt des 79-Jährigen gesammelt haben.

„Donnerwetter“, war die spontane Reaktion von Walter Zwick, als er die Spendensumme auf dem Scheck las. Und er hat auch schon eine Verwendung für das Geld: „Wir wollen unsere Reismühle um ein Aggregat ergänzen, damit sie auch braunen Reis herstellen kann, mit dem wir dann unsere Kinder versorgen.“ Brauner Reis enthalte schließlich mehr Vitamine, als die weiße Variante. „Unsere Kinder“ sind rund 750 Schulkinder ab sechs Jahren und ihre Lehrer in Kambodscha, die Zwick über ein Don-Bosco-Projekt täglich mit zwei kostenlosen Mahlzeiten versorgt. Die Idee dahinter sei einfach: „Wir locken so die Kinder weg von der Kinderarbeit in die Schule.“ Dafür hat Zwick in den vergangenen zwölf Jahren eine elf Hektar große Landwirtschaft aufgebaut, baut Reis an, hält 500 Legehennen und züchtet Schweine – nicht nur für die Versorgung von Schülern und Lehrern an zwei Schulen, sondern auch als Ausbildungsstätte für die Bauern der armen Region. „Wir wollen den traditionellen Reisanbau nicht verdrängen, sondern wir wollen ihn verbessern“, erklärte er und führt deshalb Schulungen in Anbautechnik, Bewässerungsverfahren sowie dem Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln durch. „Denn Entwicklungshilfe gelingt nur von unten, auch wenn das eine zähe Arbeit ist“, ist der Pensionär überzeugt. So gab es durchaus auch Rückschläge, „aber jetzt sehe ich langsam die Erfolge und bin überzeugt: Die Arbeit trägt Früchte!“ Davon konnte er auch die Lions-Club-Mitglieder bei einem Vortrag über das Projekt vor wenigen Wochen überzeugen. „Deshalb haben wir uns spontan zu der Spendenaktion entschlossen“, sagte Oldeweme. „Geld alleine würde in verschiedenen Quellen versickern, aber ich selbst stehe dafür, dass die Hilfe ankommt“, versicherte Zwick, der in wenigen Wochen zu seinem 26. Aufenthalt nach Kambodscha aufbricht. |env

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