Ludwigshafen Blindgänger bei der BASF gefunden
Auf dem Gelände der BASF ist eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Arbeiter hatten den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Zuge von Sondierungsarbeiten für eine Baustelle Anfang August entdeckt. Der Sprengkörper soll am 26. September entschärft werden.
Wie der Chemiekonzern gestern weiter mitteilte, habe der Kampfmittelräumdienst die 500-Kilo-Bombe gleich nach der Entdeckung untersucht und sich für eine Entschärfung vor Ort unter einer Sandpyramide entschieden. Eine Gefährdung für Mitarbeiter oder Anwohner hat nach Angaben der BASF zu keiner Zeit bestanden. Bis zur Entschärfung bleibe der Fundort im Werksteil Süd weiträumig abgesperrt und werde vom Werksschutz bewacht. Die Bombe liege in einer Grube und sei gesichert. Die BASF hat den Fund nach eigenen Angaben erst jetzt mitgeteilt, weil der Konzern die Einschätzung der Entschärfungsmaßnahmen durch den Kampfmittelräumdienst abwarten wollte, die in dieser Woche erfolgt sei. Bis Ende September wird über der Bombe eine Pyramide aus Sandsäcken errichtet. Die BASF hat für derartige Entschärfungen eine eigene Methode entwickelt. Dabei wird aus großen Sandsäcken eine 1200 Tonnen schwere und 6,50 hohe Sicherheitspyramide gebaut. Die Entschärfer kriechen in das Innere. Die Konstruktion, die nach dem ägyptischen Pharao „Ramses“ benannt ist, dämmt für den Fall einer Detonation der Bombe die Druckwelle. Die BASF war im Zweiten Weltkrieg ein Hauptangriffsziel. Fast 40.000 Bomben gingen auf das größte Chemieareal der Welt nieder. Ein Großteil der Blindgänger wurde in den Kriegsjahren entschärft. Trotzdem werden in tieferen Erdschichten immer wieder die gefährlichen Relikte entdeckt. In den vergangenen 35 Jahren wurden rund 40 Blindgänger entschärft. Zuletzt im Juni 2014. (mix)