Ludwigshafen
Bliesbad: Solide Bilanz, aber sorgenvoller Blick in die Zukunft
Seit zwei Jahren steht fest, dass Hans-Jürgen Beringer und Schatzmeisterin Ulrike Beringer nach über zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit ihre Posten im Frühjahr 2025 aufgeben wollen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) und Mundenheims Ortsvorsteherin Anke Simon (SPD), die im Verein als Revisorin engagiert ist, griffen die Thematik bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Fördervereins auf. Steinruck und Simon lobten die Arbeit des Vorstands und machten auch deutlich: Wenn sich keine Nachfolge für den Vorstand finde, werde die Situation wie 1995 sein und die Badestelle müsse geschlossen werden. „Es wäre doch sehr schade, dieses wunderbare Kleinod aufzugeben“, appellierte Beringer an die Mitglieder, sich im Vorstand zu engagieren.
673 Mitglieder
Der Förderverein Blies sei ein ganz besonderes Projekt für die Stadt und deren Einwohner. Der Verein stehe auf soliden Beinen, sagte der Vorsitzende. Die Anlage sei gepflegt und in den vergangenen Jahren auch technisch auf Vordermann gebracht worden. So wurde beispielsweise die Wasser-Analysetechnik erst im vergangenen Jahr für 5500 Euro erneuert. Im Herbst wurden die Duschen für 23.500 Euro saniert. Über den Winter wurden 19 Bäume von der Stadt auf der Liegewiese gepflanzt. Alte Holzbänke wurden durch Bänke aus recyceltem Kunststoff ersetzt (für 3500 Euro).
Erstmals hat der Verein das Ufer nicht mit neuem Sand aufgeschüttet. Stattdessen wurde der benötigte Sand aus der Blies gezogen, was deutlich günstiger sei. Aus den Zahlen von Schatzmeisterin Ulrike Beringer wurde ersichtlich, dass der Verein solide wirtschaftet. Ein neuer Vorstand könne darauf aufbauen. Es gebe auch engagierte ehrenamtliche Helfer für den Betrieb des Bads. Beringer dankte ihnen und auch der DLRG für die gute Zusammenarbeit.
Gesucht wird aktuell nach einer Arbeitskraft auf der Basis geringfügiger Beschäftigung, die bei der täglichen Reinigung der Liegewiese vom Gänsekot anpackt. Der Job erfordert drei bis vier Stunden Arbeit pro Tag. Bezahlt werde nach Mindestlohn, sagte Beringer. Erneuert werden soll in diesem Jahr auch die Wasseraufbereitung für das Kleinkinderbecken, eine größere Investition von 20.000 Euro.
Der Förderverein hatte am Jahresende 673 Mitglieder. Insgesamt 44.000 Besucher wurden im Vorjahr registriert. Die Jahreskarte kostet 60 Euro. Alleinerziehende mit Kindern zahlen 70, Paare 80 Euro, die mit 90 Euro auch ihre Kinder mitnehmen können. Für Nicht-Mitglieder kostet die Tageskarte 2,50 Euro, Kinder bis 17 Jahre zahlen 1,50 Euro. Wer jünger als sechs Jahre ist, hat gratis Eintritt.
Das Bliesbad startet am 20. Mai in die neue Saison und hat an allen Tagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet.