Irgendwo in LU RHEINPFALZ Plus Artikel „Bin froh, dass ich nicht mehr hier wohne“

 Jutta und Hans-Peter Knauf im Gespräch mit Volker Endres.
Jutta und Hans-Peter Knauf im Gespräch mit Volker Endres.

Irgendwo in Lu sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Sonntag haben wir an der Schneckennudelbrücke Jutta (63) und Hans-Peter Knauf (67) getroffen. Das Ehepaar lebt in Mutterstadt und genoss am Sonntagvormittag einen Fahrradausflug auf Parkinsel und einen Spaziergang auf der Rheinpromenade.

Sie stammen aus Ludwigshafen?
Hans-Peter: Nein, ich bin ein Mannheimer und komme aus Käfertal.

Jutta: Ich bin in Ludwigshafen geboren, aber mittlerweile bin ich froh, dass ich nicht mehr hier wohne.

Es gibt aber doch auch schöne Ecken in Ludwigshafen. Immerhin machen Sie hier Ihren Ausflug.
Jutta: Ja, die Parkinsel ist sehr schön. Aber ich bin in der Innenstadt geboren und aufgewachsen, und da würde ich heute nicht mehr gerne leben.

Wie lange wohnen Sie denn schon in Mutterstadt?
Hans-Peter: Seit 1988. Wir hatten erst eine Wohnung in Mannheim-Lindenhof und haben uns auch in Mannheim nach Wohnungen umgeschaut, aber nichts gefunden. So sind wir in Mutterstadt gelandet und auch sehr froh darüber. Zu der Zeit war das Pendeln ja auch noch kein Problem.

Wohin mussten Sie denn pendeln?
Jutta: Ich habe bis zu meiner Altersteilzeit im Sekretariat des Theresienkrankenhauses in Mannheim gearbeitet. In den ersten Jahren bin ich dort mit dem Auto hingefahren, aber zuletzt dann nur noch mit Bus und Bahn. Das hat zwar länger gedauert, aber damit ist man wenigstens vorwärts gekommen. Mit dem Auto stand man ja mehr.

Hans-Peter: Ich habe als Lehrer für Sport und Englisch an der Berufsbildenden Andreas-Albert-Schule in Frankenthal gearbeitet. Ich hatte Glück, weil ich antizyklisch gefahren bin. Der Stau war für mich immer in der Gegenrichtung.

Und als Ausflugsziel bleibt Ludwigshafen?
Jutta: Nicht allein. Wir fahren mit dem Fahrrad auch schon mal bis Heidelberg. Das ist auch eine schöne Strecke, obwohl wir das schon lange nicht mehr gemacht haben. Insgesamt sind wir flexibel und waren auch schon in Mannheim.

Hans-Peter: Ich muss ja schauen, ob dort noch alles in Ordnung ist.

Jutta: Aber heute sind wir eben hierhergekommen, haben die Fahrräder an der Pegeluhr abgestellt und genießen das schöne Wetter auf der Parkinsel und am Rhein.

Und was liegt nach dem Fahrradausflug heute noch an? Was gehört für Sie zu einem perfekten Sonntag?
Jutta: Heute Nachmittag gibt es auf jeden Fall noch Kaffee und Kuchen.

Hans-Peter: Als ehemaliger Sportlehrer bin ich natürlich sportinteressiert. Mal sehen, was sich in dieser Hinsicht nachher gibt.

Jutta: Mein Mann ist Fußballfan, aber darüber kann er sich mit mir gar nicht unterhalten, weil es mich einfach nicht interessiert.

Hans-Peter: Ich bin Fan von Borussia Dortmund. Nach dem Spiel am Samstag ist es für mich interessant, was darüber im Doppelpass-Stammtisch so gesprochen wird …

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