Ludwigshafen Bekommt Fußgönheim nachträglich Punkte?

«PIRMASENS.»Ein Formfehler könnte dazu führen, dass aus dem 4:1-Sieg des FK Pirmasens II am 24. März im Fußball-Verbandsligaspiel beim ASV Fußgönheim eine Niederlage wird.
Was ist passiert? Der Reserve des Regionalligisten mangelte es nach einigen kurzfristigen Ausfällen an Spielern für diese Begegnung. Der FKP wollte daher Benjamin Peters reaktivieren. Dieser gehörte vergangene Saison noch als Vertragsamateur zum Kader, beendete dann seine Spielerlaufbahn, blieb dem FKP aber als Athletiktrainer verbunden. Peters ließ sich allerdings nicht in die Online-Spielberechtigungsliste einfügen. Daher rief Betreuer Patrick Ott beim im Krankenhaus liegenden „Manager“ der zweiten Mannschaft, Thomas Jeckel, an. Dieser nahm daraufhin – etwa zwei Stunden vor dem Anpfiff – vom Krankenbett aus Kontakt zu Verbandsliga-Leiter Lothar Renz auf. Jener war gerade als Vertreter des Südwestdeutschen Fußball-Verbands bei der 100-Jahr-Feier des SC Hauenstein. Jeckel schilderte ihm die Problematik. Dieser habe ihm daraufhin geantwortet: „Wenn ihr den Spielerpass von Peters hat, könnt ihr ihn ja dem Schiedsrichter zeigen und dann darf er spielen.“ Dass er diese Aussage traf, bestätigte Renz gestern auf Anfrage der RHEINPFALZ. Der Trainer des FKP II, Patrick Fischer, wechselte daraufhin Peters als ersten von drei Ersatzspielern ein. Das könnte den FKP II nun drei Punkte kosten, denn Peters und der Verein hätten erst noch mit Unterschriften bestätigen müssen, dass er trotz des ausgelaufenen Vertrags weiter FKP-Spieler ist. Dies wurde erst am 25. März getan. Renz: „Die Spruchkammer entscheidet in diesem Fall. Der Fehler ging klar vom FKP aus. Eine telefonische Falschauskunft hat keine Auswirkungen auf die Rechtsfolge.“