Ludwigshafen Bei Hitze Gedränge am Begüthenweiher

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Bei heißen Sommertemperaturen ist der Begüthenweiher bei Oggersheim die erste Anlaufstation für viele Badegäste – zumal das Willersinnfreibad wegen Sanierung geschlossen bleibt. Doch der Weg ins erfrischende Nass ist nicht ganz einfach. Petra Eitelmann aus der Melm kritisiert den Zustand der öffentlichen Zugänge am Ufer.

Ein Badesee sollte leicht zugänglich sein, findet die Oggersheimerin Petra Eitelmann. Das sei beim Begüthenweiher aber nicht der Fall. Von den vier Zugängen, die die Stadt vorgesehen habe, sind zwei treppenartig angelegt. Die Stufen bestehen teils aus Schotter, haben sich aber nach Eitelmanns Beobachtungen abgesenkt und sind ausgespült worden. Das Betreten der Stufen sei daher ohne Badeschuhe kaum möglich. Außerdem seien die Einstiegsstellen an den Liegewiesen bei Hochbetrieb total überlaufen. Vor allem Kinder könnten dann nicht gefahrlos die Treppe benutzen, weil sie von anderen Badegästen weggedrängt würden. Auch das Spielen im seichten Wasser an den Einstiegsstellen sei für Kinder wegen des Massenandrangs nicht möglich, kritisiert Eitelmann. Der Badezugang über einen Strand auf der Halbinsel des „Baggerhäusels“ sei – wie auch die Nutzung der einzigen Toilettenanlagen – nur Gästen des Lokals gestattet. Darüber hinaus sei der Uferbereich des Badeweihers mit Gestrüpp zugewachsen. Schwimmerin Eitelmann sieht die Stadt in der Pflicht, für bessere Bademöglichkeiten zu sorgen – gerade auch wegen der Sanierung des Freibads. Die Verwaltung wiederum erachtet die vier öffentlichen Badezugänge (ohne Baggerhäusel) als ausreichend. Zwei Badezugänge lägen etwas weiter weg von der Liegewiese am Nord-West-Ufer, seien aber trotzdem auch für Kinder bequem zu erreichen. Das Gedränge an heißen Tagen an den beiden südlichen Badezugängen auf der Liegewiesenseite könnte von den Badegäste selbst vermieden werden, wenn die anderen beiden Zugänge mehr genutzt würden. Eine Karte mit der Lage der Zugänge hänge an der südwestlichen Uferspitze des Begüthenweihers aus, wo sich Besucher informieren könnten, teilte eine Sprecherin mit. Die derzeitigen Badezugänge bestehen seit der Badesaison 2011. Seit 2010 seien bei der Stadt keine Beschwerden eingegangen, die zusätzliche Schilder, mehr Badezugänge oder eine Verbreiterung der Zugänge gefordert hätten, sagt die Verwaltung. Die Eingangsstufen in Höhe der Landzunge des „Baggerhäusels“ seien vor einigen Tagen durch das Aufschütten von Kies gesichert worden. Eitelmann findet hingegen, dass der Zugang zum Weiher immer noch sehr mühsam ist, und es oft chaotisches Gedränge gibt. Dabei würde die Situation sich lösen lassen, indem man das Gebüsch vor der Liegewiese abholze und so einen natürlichen Wasserzugang einrichte. Die Stadt vernachlässige einen „einmaligen und wunderbaren Sommerplatz“. Die Stadtverwaltung verweist diesbezüglich aber auf Umweltschutz und die Schonzeit für brütende Vögel. (karh)

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