Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel BASF-Chor „Swinging people“ feiert Jubiläum in der Friedenskirche

In der Friedenskirche in Ludwigshafen: der BASF-Chor „Swinging people“ singt.
In der Friedenskirche in Ludwigshafen: der BASF-Chor »Swinging people« singt.

Jubiläumskonzert mit dem Besten aus 25 Jahren: der BASF-Chor „Swinging people“ singt in der Friedenskirche in Ludwigshafen.

Nicht jeder weiß, dass die Mitarbeitenden der BASF in Ludwigshafen nicht nur in Sachen Chemie tätig sind, sondern sich auch in der Chormusik engagieren – gleich drei Chöre umfasst der BASF-Gesangverein. „Swinging people“ ist der, dessen Repertoire sich auf Rock & Pop konzentriert.

Der Chor ist in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden, und wie feiert ein Chor ein Jubiläum? Natürlich mit einem Jubiläumskonzert mit dem Besten aus 25 Jahren. Damals, bei der ersten Chorprobe im Januar 1998, waren sie noch 20 Leute, wie die Moderatorin verriet. Sie schaffte es auch, alle Titel in einer Ansage zu verbinden.

Von Anfang an dabei ist Musikdirektor Wolfgang Sieber, der auch dieses Konzert dirigierte, vom Klavier aus, denn er ist gleichzeitig der musikalische Begleiter und hat auch einige der Arrangements selber ausgearbeitet. Der Chor sang nicht nur die bekannten englischsprachigen Popklassiker, sondern in der zweiten Hälfte gab es auch etliche deutschsprachige Klassiker.

Wie aus einer einzigen Kehle

Etwa zwischen vierzig und fünfzig Sängerinnen und Sänger hat der Chor derzeit, überwiegend weibliche. Die etwas mehr als eine Handvoll Sänger waren jedoch so geschickt in die Mitte platziert, dass sie den Gesamtklang des Chores perfekt ergänzten.

Dieser Gesamtklang war bemerkenswert harmonisch wie aus einer einzigen Kehle, die Wechsel der Lautstärken, die rhythmischen Veränderungen – alles war präzise, perfekt. Es war eine Freude, zuzuhören, und entsprechend war die Friedenskirche fast bis auf den letzten Platz besetzt, der Chor hat offenbar sehr viele Freunde.

Sehr passend eröffnete der Chor mit dem amerikanischen Song „Say it with a song“, dem gleich anschließend „Sing gently“ des amerikanischen Chor-Komponisten Eric Whitacre folgte, womit auch gleich das Motto des Abends geklärt war. „You raise me up“ könnte man auch noch zu den Selbstbekenntnissen des Chores zählen, ein Song über Ermutigung und Stimmungslifting, wie es Chorsingen beinah zwangsläufig mit sich bringt.

Mitklatschen und Mitwippen

Ein Andrew-Lloyd-Webber-Musical-Medley, von „Jesus Christ Superstar“ bis „Cats“ und „Phantom der Oper war schon fast Theater für die Ohren – und wurde noch mehr Schauspiel durch ein Chormitglied mit weißer Maske, das sich wehenden schwarzen Capes vor dem Chor bewegte. Hits vom Bryan Adams und Elton John waren im Repertoire, und ein Swing-Medley, arrangiert von Wolfgang Sieber, brachte die Zuhörer zum Mitklatschen im Takt oder wenigstens Mitwippen mit Beinen oder Armen. Von der körperlichen Aktivität konnte man sich dann in der Pause erholen.

Deutschsprachig ging es weiter mit „Über sieben Brücken musst du gehn“, „Hinterm Horizont geht“s weiter“ und dem Mambo von Herbert Grönemeyer, der mit Tröten, Klingeln und anderen Krachmachern unterstützt wurde. Überhaupt, nur einfach still stehen und singen ist dem Chor zu langweilig, sie zeigen gerne pantomimisch mit Bewegungen, worum es geht, und setzen auch mal kleine Perkussionsinstrumente ein.

Überschwänglicher Beifall

Zu einem Queen-Medley gab es auch wieder einen Auftritt des Chormitglieds mit Krone, Cape und Siegerpokal, Michael Jacksons „Black or White“ erhielt optische Unterstützung mit jeweils schwarzem und weißem Handschuh an der Hand, die man passend vorzeigen konnte. Der „Earth Song“ und „We are the world“ von Michael Jackson waren eindrucksvolle Lieder zum Schluss, gefolgt, quasi zur Entspannung, noch von einem Medley südamerikanischer Songs mit ganz unterschiedlichen Rhythmen und Stimmungen. Neben überschwänglichem Beifall gab es die Rufe nach einer Zugabe, denen der Chor natürlich Folge leistete.

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