Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Aufgelesen – Kurioses aus der Stadt: Häuser, Schnuller, Bollerwagen

Blick auf Stein und Glas: Das Bild hat Leserin Maike Müller gemacht.
Blick auf Stein und Glas: Das Bild hat Leserin Maike Müller gemacht. Foto: Müller

Vergängliche Gegensätze, ein ehemaliges Schnullerbaby, das inzwischen sieben Jahre alt ist und bunte Tiere – davon handelt heute unsere Kategorie „Aufgelesen“. Auch diese Woche haben wir wieder genau hingeschaut und Schönes wie auch Ungewöhnliches entdeckt.

Gegensätze in der Stadt

Ein Lob für Ludwigshafen zu hören, tut ja immer mal gut. „Ich mag diese Stadtkontraste sehr“, schreibt uns RHEINPFALZ-Leserin Maike Müller aus Mutterstadt zu ihrem Foto, das sie kürzlich in der Innenstadt aufgenommen und dann an die Lokalredaktion Ludwigshafen geschickt hat. Im Hintergrund zu sehen sind das Rathaus-Center und die unteren Teile des inzwischen leerstehenden Rathaus-Turms. Den bildlichen Gegensatz zur glatten Glasfassade bildet auf dem Foto rauer Stein im Vordergrund. Doch der Gegensatz ist fragil. Ob der Rathausturm noch lange steht? Sanierung oder Neubau – das ist noch nicht raus. Fest steht, das etwas geschehen muss. Ende 2016 mussten die Mitarbeiter aus den oberen Etagen ausziehen, unter anderem aus Brandschutzgründen. Das Foto von Maike Müller scheint das Alte und das Neue zu repräsentieren. Doch auch der in den 70ern gebaute Rathausturm ist inzwischen aus der Zeit gefallen. Nicht nur Gegensätze, auch Wandel und Vergänglichkeit zeigt das Foto aus der Innenstadt. rxs

Schnuller am Baum

Nicht Stein und Glas, sondern Grün dominiert den Garten am St. Marienkrankenhaus, den wir gestern in unserer Park-Serie „Ab ins Grüne“ vorgestellt haben. Neben der geschichtenumwobenen Mariengrotte gibt es dort auch einen ganz besonderen Baum, den Schnullerbaum. Die Idee: Wenn die Zeit des Nuckelns vorbei ist, übergeben Eltern mit ihren Kleinen den Schnuller feierlich der Pflanze. Der Baum soll dadurch „blühen“, wie Katja Hein, Pressesprecherin des St. Marienkrankenhauses in der Gartenstadt sagt. Aktuell hängen laut Hein etwa 25 Schnuller am Baum, „manche auch ganz weit oben“. Ein schöner Brauch, ein putziger Anblick. Die Idee des Schnullerbaums stammt übrigens ursprünglich aus Dänemark, wie es ebenfalls vom St. Marienkrankenhaus heißt. Das Ludwigshafener Exemplar wurde im Herbst 2012 gepflanzt. Es ist ein Apfelbaum. Das erste Kind, das dort etwas hinhängte, war damals die zweijährige Lara, die im Marienkrankenhaus geboren wurde. In diesem Jahr müsste das Mädchen demnach schon sieben werden. Da ist an Schnuller tatsächlich längst nicht mehr zu denken. rxs

Auf Rollen durch den Park

Vielleicht wäre der Wildpark in Rheingönheim eher etwas für Lara. Da können die kleinen Besucher nämlich nicht nur Tiere anschauen, teils streicheln und füttern, sondern auch auf ihnen reiten. Nein, gemeint ist in diesem Fall nicht das Eselreiten, das in regelmäßigen Abständen angeboten wird. Kurz hinterm Haupteingang warten mehrere farbenfrohe Tierchen – etwa Eichhörnchen und Wildschwein – auf einen Ausflug in den Park. Sie können gegen ein Pfand auf den Rundgang mitgenommen werden, ebenso wie die Bollerwagen, die dort auf Besuch warten. Müde Kinderbeine sind also kein Problem. Wie wohl die echten Wildschweine gucken, wenn das blaue Pendant vorbeigerollert kommt? rxs

Ausgenuckelt: Schnullerbaum am St. Marienkrankenhaus.
Ausgenuckelt: Schnullerbaum am St. Marienkrankenhaus. Foto: KUNZ
Bunte Tierchen am Eingang des Wildparks Rheingönheim.
Bunte Tierchen am Eingang des Wildparks Rheingönheim. Foto: KUNZ
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