Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel ASV Fußgönheim zeigt in allen Bereichen zu wenig

Fußgönheims Daniel Fichtner (rechts) versucht, den Mainzer Rei Okada zu blocken.
Fußgönheims Daniel Fichtner (rechts) versucht, den Mainzer Rei Okada zu blocken.

Verbandsligist ASV Fußgönheim tritt weiter auf der Stelle. Unter dem Strich war die Leistung beim 0:3 (0:1) gegen Basara Mainz nicht ausreichend. Einen Fakt möchte Trainer Ediz Sari nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Die Ausfallliste ist lang. Kurz vor der Partie gegen die Mainzer kamen die routinierten Korsettstangen Pietro Berrafato, Christian Heil und Nauwid Amiri hinzu. Ausfälle, die nicht zu kompensieren sind, was spätestens nach 90 Minuten klar war. Sari aber war vor der Begegnung noch zuversichtlich. „Natürlich sind das wichtige Spieler, aber ich vertraue denen, die auflaufen. Wir haben einen großen Kader, und jetzt könne sich die beweisen, die sonst hintendran stehen. Die Jungs brennen, wir werden ein gutes Spiel machen“, erklärte der Coach.

Da war der Wunsch Vater des Gedankens, denn von einem guten Spiel waren die Fußgönheimer von Anfang an meilenweit entfernt. Die Mannschaft hat sich zwar stets bemüht, aber wer diese Redewendung im Zeugnis stehen hat, weiß, dass es zu wenig war. Das gilt auch für den ASV. Zu wenig Torgefährlichkeit, zu wenig spielerische Klasse, zu wenig Biss, zu wenig Wille – oder anders ausgedrückt, zu wenig Qualität. Man hatte nie das Gefühl, die Gastgeber könnten nach dem Rückstand herankommen und das Spiel spannend machen. Dabei war Basara Mainz an diesem Tag keineswegs unschlagbar.

Der ASV steht jetzt am Scheideweg

„Das war gewiss keine Übermannschaft, aber wir waren viel zu harmlos und nicht gierig genug, Tore schießen zu wollen“, verdeutlichte der Trainer. Sein Team stehe jetzt am Scheideweg. Und die verletzten Spieler? „Ach was, das bringt uns nicht weiter. Sie waren nicht da, und einige haben die Chancen nicht genutzt“, stellte Sari klar. Und so genügte den unterforderten Gästen eine biedere Durchschnittsleistung, um ungefährdet drei Punkte mit nach Mainz zu nehmen.

Bester Fußgönheimer war Abwehrchef Gökhan Dogan, der nach Sperre und Erkrankung zum ersten Mal seit dem 29. August wieder in der Startelf stand. „Der letzte Pass ist nicht angekommen. Wir sind nicht abgezockt genug, um mal im Strafraum zum Abschluss zu kommen. Deshalb hatten wir kaum Torchancen“, sagte der 33-jährige Innenverteidiger. Genau genommen waren es ein Kopfball von Manuel Maier, der vor der Pause knapp am Tor vorbeistrich, und eine Möglichkeit nach Wiederanpfiff. Da lief der Ball über vier Stationen, da war Tempo und Zug zum Tor zu erkennen. Allerdings fehlten am Ende Konsequenz und Entschlossenheit.

Der als Fertigungsmechaniker beschäftigte Dogan, der einen Sohn und eine Tochter hat, glaubt an das Team. „Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht absteigen“, betont der Defensivspezialist. Gökhan Dogan agierte gewohnt zweikampfstark und gefiel im Spielaufbau mit wenigen Fehlern.

So spielten sie

Fußgönheim: Lacroix - Marino (75. Sempert), Dogan, Fichtner, Humann (60. Özcan) - Mamone, Lee, Demele - Demirhan (62. Mendil), Sonko, Maier (68. Dominik Jolic).

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