Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel ASV Fußgönheim muss auf die Rückrunde hoffen

Andreas Persohn ist bereits der dritte Trainer in dieser Saison beim Verbandsligisten ASV Fußgönheim.
Andreas Persohn ist bereits der dritte Trainer in dieser Saison beim Verbandsligisten ASV Fußgönheim.

Mit nur 13 Punkten aus 19 Spielen steht der Verbandsligist ASV Fußgönheim auf dem vorletzten Platz. Die Rückrunde will der neue Coach Andreas Persohn nutzen, um den Klassenverbleib noch zu schaffen. Damit das gelingt, muss sich einiges ändern.

Die Situation des Verbandsligisten aus Füßgönheim für die Rückrunde der aktuellen Saison ist nahezu identisch mit der der vergangenen Spielzeit. Wieder hat der ASV zehn Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Wieder verändert sich über den Winter etwas im Kader und wieder gibt es einen neuen Trainer an der Seitenlinie. All das zeigt, dass die Vorrunde des Verbandsligisten alles andere als rund verlief.

Bereits den Start in die Saison verschlief das Team des damaligen Trainers Fisnik Myftari. Mit drei Niederlagen und 2:14 Toren fand sich der ASV schnell im Tabellenkeller wieder. Doch die Mannschaft schien sich allmählich zu finden und begann, Punkte zu holen. Tolle Siege über Jahn Zeiskam und Hassia Bingen belegten, dass mehr im Team des ASV steckt als es so häufig zeigte oder zeigen konnte. „Wir haben nie mit einer Stamm-Elf durchspielen können. Man hat aber gesehen, was möglich sein kann, wenn viele Spieler mit dabei waren“, erinnert der sportliche Leiter, Giuseppe Vitale, an die gute Serie aus dem September. Doch diese Phase war nur von kurzer Dauer. Es folgten zwei weitere – und auch hohe – Niederlagen und dann auch der Abgang des Trainers. „Ich merke, dass Familie, Beruf und Trainertätigkeit aktuell zeitlich nicht mehr miteinander vereinbar sind“, sagte Myftari im Gespräch mit der RHEINPFALZ im Oktober.

Neue Spieler in der Pause

Der Abgang Myftaris kam zwar nicht überraschend, aber er habe dem ASV schon zu schaffen gemacht, gab der sportliche Leiter zu. Dass die extrem junge Mannschaft falsch zusammengestellt sei und Führungsspieler fehlten, glaubt Vitale indes nicht. „Es war schon unser Ziel eine junge Mannschaft zu haben, um mit dieser langfristig zu planen“, erklärt er. Die großen Probleme sah der sportliche Leiter eher in den Verletzungsproblemen, den Sperren und den Urlauben. „Ich glaube, dass das alles zu einem kleinen Chaos geführt hat“, erklärt er. Die Konsequenz aus diesem Chaos waren weitere Niederlagen. Die konnte auch Philipp Stiller, der zunächst unter Myftari Co-Trainer war und nach dessen Abgang das Amt übernahm, nicht verhindern. Ihm gelang lediglich ein Sieg aus sechs Begegnungen. Zu wenig für die Verantwortlichen, die nicht mehr an einen Umschwung glaubten und Stiller von seinen Aufgaben entbanden.

Kurze Zeit später präsentierten Vitale und Stefan Wehe (1. Vorstand) mit Andreas Persohn einen neuen Trainer. Der bereits dritte Übungsleiter der laufenden Spielzeit kam von Eintracht Lambsheim aus der A-Klasse. Erfolge feiern konnte auch er mit dem ASV noch nicht. Seine ersten beiden Partien verlor der neue Trainer, der nun auf die Winterpause und zahlreiche neue Spieler hofft. Sieben bis acht Akteure möchten Wehe und Vitale nach Fußgönheim holen. „Ich denke, dass wir an Qualität hinzugewonnen haben. Ob die Leute einschlagen, werden wir sehen“, sagt Vitale – noch ohne Namen zu nennen.

Abgänge gibt es bislang nur wenige. Lediglich Linksverteidiger Nico Najda, Torhüter Jannis Meister, Berkant Sahin und Stürmer Salvatore Saito verließen den Klub nach der Vorrunde. Besonders der Abgang von Najda tut da weh – und das lässt auch Vitale durchblicken. „Er hat uns signalisiert, dass er den Verein verlassen möchte. Nico Najda ist für mich einer der besten Spieler mit linkem Fuß in der Verbandsliga“, erklärt der sportliche Leiter.

Wohl nur noch Endspiele

Ausschließlich mit negativen Gedanken dürfte er aber sicher nicht aus Hinrunde gehen. Einige seiner Spieler haben gezeigt, dass sie das Format für die Liga haben – und das, obwohl es ihr erstes Jahr im Aktivenfußball ist. Die Rede ist von Martin Amoako und Yannick Takpara. Die beiden ehemaligen LSC-Spieler waren häufig die entscheidenden Akteure auf dem Platz und steuerten acht Treffer bei. Es wird auch weiterhin auf sie ankommen, wenn der ASV die Spielzeit noch positiv gestalten will. „Wir müssen in der Rückrunde liefern. Es werden alle Spiele Endspiele sein“, glaubt Vitale. Vielleicht gelingt dem ASV ein Déjà-vu wie in der vergangenen Spielzeit. Dort rettete sich der Klub am letzten Spieltag und blieb in der Liga. Ein Szenario, welches sich wohl alle beim ASV wünschen würden.

Fisnik Myftari trat im Oktober als Trainer zurück.
Fisnik Myftari trat im Oktober als Trainer zurück.
Philipp Stiller musste kurz vor Winterpause gehen.
Philipp Stiller musste kurz vor Winterpause gehen.
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