Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel ASV Fußgönheim erwischt bei Fichtners Premiere gebrauchten Tag

Verteidiger Daniel Fichtner findet immer Zeit, sich auf dem Flügel in den Angriff des ASV einzuschalten.
Verteidiger Daniel Fichtner findet immer Zeit, sich auf dem Flügel in den Angriff des ASV einzuschalten.

Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim hat eine gruselige Serie fortgesetzt. Die 1:3 (1:1)-Pleite gegen den TSV Gau-Odernheim war saisonübergreifend die zehnte Heimniederlage in Folge. Da rückt auch die Heimpremiere des jüngsten Spielers in der Startformation in den Hintergrund.

Daniel Fichtner war sichtlich enttäuscht. „Das war ein gebrauchter Tag für uns. Obwohl wir richtig gut begonnen haben und in Führung gegangen sind“, sagt der 21 Jahre alte Fichtner mit leiser Stimme. Gut begonnen hat auch der neu verpflichtete Abwehrspieler selbst, der links in der Dreierkette verteidigte. Ein paar gute Aktionen gleich zu Beginn, ein technisches Kabinettstückchen, die Vorlage zu einer großen Chance für Talha Demirhan – Fichtner startete selbstbewusst und ballsicher.

„Es ist aber schleichend schlechter geworden. Fast von Minute zu Minute. Wir waren zu hektisch und haben nicht mehr gut Fußball gespielt“, kommentierte er die nachlassende Zielstrebigkeit des ASV. Fichtner, Immobilienkaufmann in Ausbildung, war an den ersten beiden Gegentoren beteiligt. „Den Zweikampf muss ich gewinnen“, sagt er selbstkritisch zum verlorenen Pressschlag mit Gau-Odernheims Verteidiger Lion Schubach vor dessen 1:1. Da war der junge Abwehrspieler zu zögerlich. Vor dem Freistoß zum 1:2 beging er 20 Meter vor dem eigenen Tor das Foul.

Nah dran am Stammplatz

„In der Verbandsliga wird mit viel mehr Tempo gespielt als in Landes- und Bezirksliga. Die Spieler sind individuell besser und es wird mit einer viel größeren Körperlichkeit agiert“, nennt Fichtner die Unterschiede. In Fußgönheim fühlt sich der 21-jährige Abwehrspieler, der in der Jugend beim FC Arminia und dem Ludwigshafener SC gespielt hat, wohl. „Alle im Verein sind unglaublich engagiert. Man merkt, dass der ASV etwas bewegen will“, streicht Fichtner heraus. Es werde sich vorbildlich um die Belange der Mannschaft gekümmert.

Der Rheingönheimer hatte sich früh für den ASV entschieden, weil er von den Gesprächen mit den Verantwortlichen der Fußgönheimer angetan war. Sein Ziel ist es, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Dem ist er schon recht nahegekommen, wenn man die Worte von Trainer Ediz Sari zugrunde legt. „Daniel hat ein sehr gutes Zweikampfverhalten, er antizipiert prima, hat ein starkes Aufbauspiel, will sich zeigen und ist lernwillig“, beschreibt der Coach den Mann mit der Rückennummer 23.

Vielseitig verwendbar

Ein weiterer Pluspunkt Fichtners, der schon in den Testspielen vor der Runde überzeugte, ist seine Vielseitigkeit. Er kann sowohl in der Dreier-, als auch in der Viererkette verteidigen, ist als Innenverteidiger ebenso einsetzbar wie auf den Außenpositionen. „Gegen Gau-Odernheim hat Daniel nicht so gut gespielt wie sonst. Er ist ein junger Spieler, den ich nicht fallen lasse. Er muss jedoch robuster werden“, empfiehlt der Trainer, der seinem Team direkt nach dem Abpfiff im Kreis ordentlich die Leviten las.

So spielten sie

Fußgönheim: Tilger-Kuhn - Dogan, Berrafato, Fichtner - Mamone (79. Özcan), Dominik Jolic (58. Demele), Heil, Lee (69. Rau) - Amiri (58. Sonko) - Demirhan, Pavic

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