FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Arminia vor Heimspiel gegen Kirchberg aller Abstiegssorgen ledig

Lukas Kebernik zählt inzwischen zum Stammpersonal des FC Arminia Ludwigshafen.
Lukas Kebernik zählt inzwischen zum Stammpersonal des FC Arminia Ludwigshafen.

Nach dem 3:2-Sieg in Ahrweiler muss sich Oberligist FC Arminia Ludwigshafen keine Gedanken mehr darüber machen, in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Der Primus der Abstiegsrunde erwartet am Samstag, 16.30 Uhr, den TuS Kirchberg. Dabei dürfte ein Mann in der Startelf stehen, den vor der Runde keiner auf der Rechnung hatte.

Als absoluter Nobody heuerte der aus der Jugend des FC Speyer 09 gekommene Lukas Kebernik bei der Arminia an. „Der Sprung von der Jugend in die Oberliga ist groß, anfangs hatte ich Schwierigkeiten“, räumt der Innenverteidiger ein. In den ersten fünf Partien spielte er keine Minute. Doch dann fand er sich immer besser zurecht. Zunächst war Kebernik Auswechselspieler, dann stand er in der Startelf. In seinem vierten Spiel erwischte es ihn heftig. „Gegen den FK Pirmasens habe ich mir einen Nasenbeinbruch zugezogen“, berichtet der Mann mit der Rückennummer 28. Nur zweimal fiel er aus, dann lief er mit Maske auf, bestritt in seiner ersten Saison bei den Männern bislang 19 Partien und fehlte in den letzten 16 Spielen nur einmal.

„Mit Maske zu spielen, war ungewohnt. Sie ist etwas verrutscht, das war nicht optimal“, blickt Kebernik zurück und ist froh, auf den Schutz wieder verzichten zu können. Inzwischen hat er längst den Status eines vollwertigen Kadermitglieds und kann sich zu Recht Stammspieler nennen. „Lukas hat eine sehr ordentliche Wintervorbereitung absolviert und eine tolle Entwicklung genommen“, lobt Trainer Andras Brill den 20-Jährigen. Neben seinem Kopfballspiel zeichne ihn auch ein guter Defensivzweikampf aus, auch bei der Spieleröffnung habe er Fortschritte gemacht. „Er spielt jetzt mutiger und wagt sich auch an schwierige vertikale Bälle“, sagt der Coach.

Hoher Stellenwert in der Mannschaft

Auch ganz wichtig: Der 1,94 Meter große Abwehrspieler komme im Team prima an. „Mit gefällt es bei der Arminia gut, der Zusammenhalt ist groß“, verdeutlicht Kebernik. Dankbar ist er seinen erfahrenen Kollegen Fabian Herchenhan und Lukas Hartlieb, die ihm viel geholfen und Tipps gegeben hätten. Sein Stellenwert lässt sich am besten daran ermessen, dass er auch in der Mannschaft blieb, als vor ein paar Wochen wieder beide Routiniers zur Verfügung standen. „Das zeigt, wie sehr sich Lukas schon etabliert hat“, ergänzt Brill. Kebernik kann sowohl in einer Dreier- als auch in einer Viererkette agieren und füllt meist die Position des rechten Innenverteidigers aus.

Der gebürtige Otterstadter begann seine Laufbahn bei der TuRa zunächst als Stürmer. In der D-Jugend wechselte er zum FC Speyer 09 und lief ab der C-Jugend für den Karlsruher SC auf. Dort wurde er zum Abwehrspieler umgeschult. Mit der U17 des KSC spielte er in der Junioren-Bundesliga. „Eine coole Erfahrung. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt und mitgenommen“, schildert Kebernik. Cool sei auch die Begegnung beim FC Bayern München gewesen, weil bei den Bayern ein gewisser Jamal Musiala kickte. Und wie war der so? „In dieser Partie eher unauffällig“, erklärt der Verteidiger, dessen Ausbildung zum Anlagemechaniker noch bis zum Februar 2024 geht. Vier Monate länger läuft sein Vertrag bei den Arminen.

„Endlich mal ein Heimspiel gewinnen“

Am Samstag wollen die Rheingönheimer gegen Kirchberg den Deckel drauf machen, obwohl bei elf Punkten Vorsprung auf den möglicherweise den Abstieg bedeutenden Platz fünf und nur noch fünf Begegnungen eigentlich nichts mehr passieren kann. „Wir sind jetzt seit vier Partien ungeschlagen und wollen in dieser Abstiegsrunde endlich mal ein Heimspiel gewinnen“, fordert Brill. In der Tat gab es die Galaauftritte des FCA meist auswärts. Gerade mal zehn Heimtoren stehen 38 vor fremdem Publikum gegenüber. Ein kurioses Verhältnis. Personell wird sich wenig ändern, wenn man davon absieht, dass Marcel Bormeth aus beruflichen Gründen ausfällt. Nach Giuliano Cultrera haben auch Rik Hiemeelers und Laurenz Graf das Lauftraining wieder aufgenommen.

Übrigens: In der Aufstiegsrunde zur Oberliga in der vergangenen Saison war Arminia-Sportchef Markus Impertro zum Kirchberg-Fan geworden, weil nur ein Aufstieg der Hunsrücker dem FCA den Verbleib in der bevorzugten Südgruppe ermöglichte. Es war eng, aber es klappte. Ein Dankeschön in Form von Punkten für den abstiegsbedrohten TuS soll es dennoch nicht geben.

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