Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Arminia sieht viel Gutes trotz der Niederlage

Lukas Hartlieb (Arminia) hält David Becker auf Abstand, beobachtet von Bastian Hommrich (links) und Jonas Vogt..
Lukas Hartlieb (Arminia) hält David Becker auf Abstand, beobachtet von Bastian Hommrich (links) und Jonas Vogt..

Viertes Spiel, dritte Niederlage – der FC Arminia steht in der Oberliga schon gehörig unter Druck, zumal Spielmacher Nico Pantano beim 0:1 gegen den FK Pirmasens Rot sah. Einem Arminen wurde die Feierlaune zunächst vergällt.

Niederlagen tun immer weh, knappe erst recht. Aber mehr als das 0:1 (0:1) gegen den ambitionierten FK 03 Pirmasens ärgerte Markus Impertro, den Sportlichen Leiter des FC Arminia Ludwigshafen, der Platzverweis von Nico Pantano. In der 65. Minute sah der Regisseur nach einem Foul an FKP-Torjäger Dennis Krob den roten Karton. Die Rote Karte – umstritten. „Niemals ein Platzverweis“, schimpfte Impertro, dessen Vorfreude auf die Feier zu seinem 60. Geburtstag am Samstag erstmal merklich eingetrübt wurde.

Beruhigen konnte den temperamentvollen Macher der Schwarz-Weißen sein Sohn, der fragte: „Papa, hat er dir Rot gezeigt?“ Hatte Lukas Jungfleisch, der Schiedsrichter aus Völklingen, nicht. Ihn und seine Assistenten Yannick Huber und Thomas Lang suchte Nico Pantano nach Spielende und einer Abkühlungsphase höflich anklopfend in der Kabine auf. Dort wurde in aller Ruhe respektvoll der Platzverweis besprochen und diskutiert.

Unterschiedliche Ansichten

„Es war mein erstes Foul im Spiel. Der Schiri sagt es war von hinten, mit offener Sohle. Das stimmt so nicht, das war nicht so. Ich hab’s ihm erläutert. Es war von der Seite, das geht gar nicht mit offener Sohle. Aber der Schiedsrichter hat es anders gesehen“, beschrieb Pantano den Meinungsaustausch.

„Wir waren gerade besser ins Spiel gekommen. Die Rote Karte ärgert mich“, haderte Pantano. Er sah Rot viel eher angebracht für FKP-Kapitän David Becker. „Er hat die Schulter absichtlich hochgezogen“, beschrieb Pantano die schmerzhafte Begegnung mit seinem Amtskollegen. Nun fürchtet Arminias Zehner, eine Zwei-Spiele-Sperre aufgebrummt zu bekommen.

Auf Traineraufgaben beschränkt

„Nico wird uns fehlen, Ricardo Antonaci und Rik Hiemeleers kommen zurück“, sagt Matteo Monetta, der Co-Trainer, der den in Urlaub weilenden Cheftrainer Andreas Brill gegen den FKP vertrat. Monetta wird auch am Mittwoch (19.30 Uhr) im Spiel beim SV Auersmacher für die Mannschaft verantwortlich sein. Am nächsten Samstag (17 Uhr) kommt dann der FV Diefflen ins Südwest-Stadion. „Ich bin immer noch Spieler“, sagte der Stürmer, der gegen „die Klub“ als Reservist auf dem Spielberichtsbogen stand, sich zwar nicht einwechselte, aber ein großes Laufpensum in der Coachingzone abriss.

„Besonders für mich war die Ansprache vor dem Spiel vor meinen Jungs“, gestand der 39-Jährige, der seine Mannschaft, der auch Fabian Herchenhan verletzt fehlte, früh in Rückstand kommen sah. Luka Dimitrijevic, Aktivposten am linken Flügel der Pirmasenser, lieferte die Flanke, die Sergen Tok in der siebten Minute veredelte. Es war das goldene Tor.

Vorne zu harmlos

Was folgte, lässt Monetta auf bessere Ergebnisse hoffen. „Wir haben dann nicht mehr viele Möglichkeiten zugelassen, haben mit großer Geduld gespielt, fast keinen langen Ball gespielt. Das fand ich super“, lobte der „Co“. Monetta: „Nur im letzten Drittel waren wir einen Tick zu harmlos!“

Das versuchte der Brill-Vertreter mit Beginn der zweiten Halbzeit durch zwei Korrekturen zu verändern: Giuliano Cultrera und Markus Schmitt ersetzten Noah Maier und Bastian Hommrich. Tim Amberger war schon bereit, eingewechselt zu werden, als Pantano vom Platz gestellt wurde. Der „Heimkehrer“ kam trotzdem, aber in Unterzahl war’s schwierig gegen die gut organisierte FKP-Defensive.

Schlechter Start ist kein Drama

Die Pirmasenser hatten überdies in Benjamin Reitz einen klasse Rückhalt, der in der 24. Minute einen Kopfball von Bastian Hommrich nach Flanke von Lukas Hartlieb vereitelte, der auf der rechten Außenbahn rackerte. Auf der Gegenseite machte Kevin Urban einen guten Job, der in der 55. Minute nach Flanke von Yannick Griess einen Kopfball von Markus Happersberger großartig parierte und auch die Chance des eingewechselten Daniel Bohl kurz vor Schluss zunichtemachte.

„Das Auftaktprogramm hatte es auch in sich, mit Trier und Pirmasens hatten wir gleich zwei Titelanwärter. Was mich ärgert, ist das 1:4 gegen Karbach“, mag Markus Impertro den Fehlstart nicht dramatisieren, speziell den jungen Spielern wie Lukas Kebernik, Daniel Fichtner, Bastian Hommrich, Noah Maier oder Robert Langer Reifezeit geben. Routinier Wal Fall, diesmal Mittelmann in der Dreier-Kette, kann auf der Sechs agieren, wenn Hartlieb und Herchenhan wieder ins Abwehrzentrum rücken können.

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