FUSSBALL
Arminia Ludwigshafen will zweiten Sieg nachlegen
Bastian Hommrich kam vor der Saison vom Bezirksligisten VfR Frankenthal zum FC Arminia, der sich im Werben um den Angreifer durchsetzte. Beim FCA hat der 21-jährige Offensivallrounder prima eingeschlagen. In 23 der 26 Begegnungen war er dabei und stand 16 Mal in der Startformation. Beeindruckende Zahlen für einen, der zuvor noch nie in der Oberliga gespielt hat. Auf mehr Einsatzminuten als Hommrich kommen nur Kapitän Nico Pantano, Lukas Hartlieb und Marcel Bormeth – drei Korsettstangen des Teams. Sechs Tore, darunter ein Doppelpack am Sonntag in Mülheim-Kärlich, runden die guten Vorstellungen des Frankenthalers ab.
„Basti hat großes Potenzial, einen guten Abschluss und ist flexibel einsetzbar. Seine Entwicklung macht uns viel Spaß“, sagt Trainer Andreas Brill. Er sieht Hommrichs Stärken derzeit eher auf dem Flügel, „wo er nach innen ziehen und schießen kann“. Der Coach ist davon überzeugt, dass der 21-Jährige noch besser wird. Der nächste Schritt sei, mehr Konstanz in die Leistung zu bringen. „Da muss er dranbleiben. Sein erstes Jahr ist toll verlaufen, aber er hat noch Luft nach oben“, betont Brill.
Hommrich, der noch bis 2024 unter Vertrag steht, ist froh, dass es im sechsten Anlauf endlich den ersten Sieg in der Abstiegsrunde gegeben hat. „Es wurde auch Zeit. Da ist eine große Last von der Mannschaft abgefallen. Wir sind alle erleichtert, dass wir gewonnen haben“, schildert der Stürmer seine Gefühle nach dem „Dreier“ und das Empfinden der Teamkollegen. Das bittere Verpassen der Aufstiegsrunde und die Niederlage im Pokal-Halbfinale gegen Worms hätten an der Mannschaft genagt. Danach die Abstiegsrunde anzunehmen, das sei lange nicht so einfach gewesen. „Unser Anspruch ist es, diese Runde auf Platz eins abzuschließen“, betont Hommrich.
Rasch akklimatisiert
Mit seiner ersten Saison, in der ja noch sechs Spiele ausstehen, ist er zufrieden. „Der Sprung in die Oberliga ist riesig. Es ist schon anspruchsvoll, in dieser Klasse zu spielen“, zieht Hommrich ein erstes Fazit. Der Mann mit der Rückennummer 17, der eigentlich gerne die 19 gehabt hätte, sagt, er habe sich rasch akklimatisiert und die Position im Team mit harter Arbeit sowie mit guten Trainingsleistungen erkämpft. „In der kommenden Runde will ich daran anknüpfen. Dann dürfen es gerne auch ein paar Tore mehr sein“, sagt der Blondschopf und lacht.
19 Treffer erzielte Hommrich in der vergangenen Saison für den VfR Frankenthal und erregte so die Aufmerksamkeit anderer Vereine. Beim VfR verbrachte der 21-Jährige fast seine gesamte Juniorenzeit, teilweise gemeinsam mit seinen heutigen Mitspielern Jamie Tahedl und Jonas Schäfer. Lediglich für ein halbes Jahr streifte er in der C-Jugend das Trikot von Phönix Schifferstadt über. Der Fußballer studiert im vierten Semester an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim BWL mit Fachrichtung Industrie. Außerdem arbeitet er bei dem Frankenthaler Unternehmen KSB. „Da durchlaufe ich momentan verschiedene Abteilungen und werde nach dem Studium in der Firma bleiben“, lässt Bastian Hommrich wissen.
Noch eine Scharte auszuwetzen
Trainer Andreas Brill wird wie schon in Mülheim-Kärlich auch in Ahrweiler mit einem Mini-Kader auskommen müssen. Zwar kehrt Fabrizio Moncada zurück, doch fehlen Nico Pantano und Matteo Monetta aus beruflichen Gründen. Trotzdem gilt es, eine Scharte auszuwetzen. Im Hinspiel vor sechs Wochen unterlag der FCA nach einer der schwächsten Saisonleistungen sang- und klanglos 0:3. Mittlerweile dürfte das Selbstvertrauen gestiegen sein, zumal das Spiel auf einem Kunstrasenplatz der Arminia entgegenkommt. Wie Brill berichtet, werde im nahegelegenen Heimersheim gespielt: „Das Stadion in Ahrweiler wurde von der Flutkatastrophe zerstört. In Heimersheim wird deshalb erst um 18 Uhr angepfiffen, weil vorher der ortsansässige Club ein Heimspiel austrägt.“