Fußball
Arminia gewinnt Oberliga-Derby gegen Pfeddersheim klar
Arminias Trainer Andreas Brill schaute nach dem Abpfiff wieder ein wenig entspannter. Die letzten Minuten der Partie gegen die TSG Pfeddersheim waren nicht ganz nach seinem Geschmack gewesen, das dürfte er der Mannschaft im Kreis nach dem Abpfiff mitgeteilt haben. „Das müssen wir natürlich seriöser herunterspielen“, stellte er mit Blick auf die zwei unnötigen Gegentore in den letzten Spielminuten fest. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Halbzeit eins war er zufrieden. „Da haben wir gerade bei den Toren die Box gut besetzt. Das war deutlich besser als in Bitburg“, verwies er auf eine Stärke an diesem Abend. Auch wenn nicht von der Hand zu weisen war, dass die Gäste aus dem Wormser Vorort tatkräftig Hilfestellung leisteten.
Das erste Tor lief über die rechte Seite von Bastian Hommrich, der in der vierten Minute Giuliano Cultrera in der Mittelstürmerposition fand, der wiederum ziemlich unbedrängt zur Führung einschob. Bereits in dieser Situation präsentierte sich die Pfeddersheimer Hintermannschaft nicht auf Ballhöhe. Als nur zwei Minuten später Lukas Hartlieb von links flankte, setzte Hommrich zum Kopfball an. Ob der Arminenspieler den Ball berührte oder nicht, blieb erst einmal offen. Die Kugel sprang auf, Sören Pätzold im Pfeddersheimer Tor streckte sich vergeblich, sie schlug im langen Eck ein – 2:0 (6.). Nach Abpfiff klärte Hommrich auf: „Nein, ich habe den Ball nicht berührt.“ Der Traumstart für die Gastgeber war dennoch perfekt. Und sie legten nach, FCA-Kapitän Nico Pantano hatte gleich zweimal die Chance zu erhöhen (17., 21.). „Da müssen wir eigentlich gleich nachlegen“, legte Brill später den Finger in die Wunde.
Najda mit Trage vom Feld
Das dritte Tor erzielte diesmal Hommrich ohne Zweifel, die Vorlage lieferte der gute Steffen Straub (24.), der über seine linke Seite immer wieder gefährliche Angriffe vorbereitete. Ein weiterer Nackenschlag für Pfeddersheim: Nico Najda, 2022 ein halbes Jahr selbst bei der Arminia, verletzte sich unglücklich bei einem Kopfballduell und blieb liegen. Er musste auf einer Trage vom Feld. Acht Minuten Nachspielzeit waren die Folge, in denen die Arminia weiter nach vorn spielte. Über Straubs linke Seite lief ein weiterer Angriff, den Laurenz Graf im Nachschuss mit dem 4:0 krönte (45.+7).
Nach dem Seitenwechsel passierte erst einmal nichts. Arminia tat nicht mehr als notwendig, Pfeddersheim versuchte sich zu sortieren. Dann fand Pantano in der Mitte Ricardo Antonaci, der zum 5:0 traf (63.). Nur kurz darauf überwand der eingewechselte Aykan Aydin Arminia-Schlussmann Robin Schneider mit einem Schuss ins lange Eck zum 5:1 (66.). Der ebenfalls eingewechselte Noah Maier nutzte eine Hommrich-Hereingabe zum 6:1 (70.). In der 90. Minute verkürzte Fabio Schmidt, auffälligster Akteur der Pfeddersheimer, auf 6:2, Ryoji Matsumura dann sogar auf 6:3 (90.+2).
Gefallen hat Brill an diesem Abend, dass seine Mannschaft „einfach gespielt“ und sich so Torchancen erarbeitet habe. Diese Spielweise will er auch in den kommenden Partien sehen. „Wir haben eine Serie. Erst zwei Spiele verloren, eins gewonnen, dann wieder zwei verloren und jetzt gewonnen“, stellte Brill fest. Diese gelte es nun zu beenden, verkündet er mit Blick auf die Sonntagspartie in Baumholder (15 Uhr). Den Schwung aus diesem Erfolg will er mitnehmen.