Mannheim Altes und Neues bei Führungen im Schloss
In der Mannheimer Residenz lässt sich bis heute die Lebenswelt der Fürsten erleben. Besondere Ausstellungsstücke erzählen vom Leben am Hof: etwa das großherzoglich-badische Hofsilber, das Diadem der Großherzogin Stéphanie oder das Bibliothekskabinett der Kurfürstin, das den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt überstanden hat. Ab 1. April können Besucher all das im freien Rundgang mit der App „Monument BW“ besichtigen. Die App ist das neue digitale Angebot für Gäste, die alle wichtigen Informationen bietet – von der Übersichtskarte bis zur multimedialen Tour durch das Schloss. Das Monument öffnet immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr seine Tore. Samstags und sonntags geht es bei Führungen durch die herrschaftlichen Appartements.
Der digitale Rundgang führt dabei über das Treppenhaus in die Prunkräume im Obergeschoss. Zahlreiche Bilder, Audio-Stationen und Videos erwecken die Residenz zu neuem Leben und erlauben einen informativen wie unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen. Die App kann bereits zu Hause heruntergeladen werden.
Anmeldung für Sonderführungen
Zudem bietet das Schlossteam samstags, sonntags und feiertags klassische Schlossführungen an. Start ist jeweils um 11, 12 und 14 Uhr im Besuchszentrum im Mittelbau. Der Rundgang durch die Beletage bringt das gesellschaftliche Leben bei Hofe in all seinen Facetten nahe. Ein Höhepunkt der Führung ist die Kollektion von Tapisserien, die teils in der Königlichen Gobelinmanufaktur in Paris hergestellt wurden. Bei den Themen- und Sonderführungen erwarten die Gäste unter anderem Rundgänge zu den Themen „Viva la Musica – Es lebe die Musik“, „Galante Kurzweil – Tänze und Tanzen am Hof“, „Ein Blick nach oben – Deckenbilder im Schloss“ oder „Für Mannheim – nachhaltiges Handeln damals und heute“.
Im „Erlebnisraum Hofmusik“ ist die Geschichte der sogenannten Mannheimer Schule erlebbar: Die kurpfälzische Hofkapelle galt als eines der größten, besten und zugleich innovativsten Hoforchester Europas. Hier wird gezeigt, warum Mannheim am ausgehenden 18. Jahrhundert musikalisch den Ton angab. Auch auf eine virtuelle Zeitreise können Besucher sich begeben: Mit neuester Technik entdecken sie das verlorene Prachtschlafzimmer von Kurfürst Carl Philipp. Die Kombination aus virtueller Rekonstruktion über Monitor, Virtual-Reality-Brillen und einer realen Präsentation von originalen Stuckfragmenten macht die einstige Pracht sichtbar. Zusätzlich bietet der museale Ausstellungsbereich „Das Schloss durch die Jahrhunderte“ einen Eindruck der Entwicklung von Stadt und Residenz von ihrer Gründung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.