Ludwigshafen Aktuell notiert: Posttunnel: Hochschule fordert schnelle Öffnung

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Das Kuratorium der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft wird an den Vorstand der Deutschen Bahn schreiben und auf eine zügige Öffnung des Posttunnels drängen. Die Öffnung der 180 Meter langen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Hochschule würde eine schon seit Jahren geforderte schnelle Anbindung der Technologie-Meile in Mundenheim mit Hochschule (4000 Studenten) und Berufsschulzentrum (3000 Schüler) an die Innenstadt ermöglichen. Hintergrund des Protests der Hochschule sind Äußerungen der Deutschen Bahn. Der Konzern hat mitgeteilt, dass sich das Vorhaben wegen eines Planfeststellungsverfahrens verzögert und mit einer Öffnung frühestens im Jahr 2023 zu rechnen sei. Baudezernent Klaus Dillinger (CDU) räumt ein, dass er „in der Vergangenheit optimistischer“ gewesen sei. Allerdings sei die Bahn eben Eigentümer der Anlage und Bauherr. „Wir arbeiten zu, weisen auf die Dringlichkeit hin und kümmern uns um die Zuwegung bis zum Tunneleingang“, sagt Dillinger. Er betont wie das Kuratorium der Hochschule: „Gerade wenn wir im Zusammenhang mit unseren Hochstraßenproblemen mehr Verkehr auf die S-Bahn verlagern wollen, spielt der neue Zugang eine zunehmende Rolle.“ Man müsse aber akzeptieren, dass sich offenbar „bahnintern der Bedarf eines Planrechtsverfahrens“ herausgestellt habe und dieses „einige Zeit“ dauere. „Wir machen unsere Hausaufgaben, sichern die Finanzierung – letztlich ist es aber ein Bauvorhaben der Bahn“, so Dillinger. Die schon lange diskutierte Pendlerradroute von Schifferstadt bis Ludwigshafen rückt nach Auffassung des Landes-Verkehrsministeriums näher. Grundlage für diese Aussage ist die jetzt abgeschlossene Machbarkeitsstudie, die einen Bedarf für die Strecke ergebe und eine mögliche Trasse aufzeige. Demnach wäre die Route 13,5 Kilometer lang und würde zwischen 3,4 bis 7,4 Millionen Euro kosten. Laut Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (FDP) wird von einem Potenzial von 1500 bis 2000 Fahrten pro Tag ausgegangen. Die Studie wird nun von den Kommunen geprüft, dann muss Baurecht geschaffen werden. Vor Ort stößt der Schritt nach vorne auf Zustimmung. Die Pendlerradroute sieht Schifferstadts Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) als „Bereicherung“ an: „Wir müssen Alternativen schaffen. Nur wenn der ÖPNV und die Radwege gut ausgebaut und sicher sind, können wir Menschen ermutigen, sie täglich zu nutzen.“ Die Bewertung von Ludwigshafens Baudezernent Klaus Dillinger (CDU) fällt ähnlich aus. Er lobt die Studie als „pragmatischen Ansatz“. Da zum Teil vorhandene Wege berücksichtigt würden, sei eine recht zügige Umsetzung möglich. In Ludwigshafen führe die vorgeschlagene Route entlang der Bahnlinie bis Mundenheim, dann durch Richard-Dehmel-, Saarland- und Bleichstraße bis zur Konrad-Adenauer-Brücke.

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