Ludwigshafen Aktuell notiert: Luftschutzsirenen werden diese Woche getestet

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Bis zum Ende der Woche werden die Sirenen im gesamten Stadtgebiet getestet. Das hat die Feuerwehr gestern auf Nachfrage mitgeteilt, nachdem am Vormittag im Stadtteil Süd und in der Innenstadt für einige Sekunden Sirenengeheul zu hören war. Nach Angaben der Feuerwehr überprüft ein Techniker, ob die Alarmeinrichtungen richtig funktionieren. Die Stadt will außerdem entlang der BASF lautere Sirenen aufstellen. Diese Hochleistungssirenen sollen die Bevölkerung bei Unglücken warnen. Wenn der Warnton erklingt, sollen sich Bürger nicht mehr im Freien aufhalten und Fenster und Türen schließen. Die Verwaltung zieht damit Konsequenzen aus der Explosionskatastrophe im BASF-Nordhafen vom 17. Oktober. Damals waren die Sirenen von einem Teil der Bevölkerung nicht gehört worden. Die sechs neuen Sirenen sollen viermal so laut sein und bis Herbst entlang des Werks in angrenzenden Stadtteilen installiert werden. Im Gegensatz zu den alten motorbetriebenen Luftschutzsirenen verfügen die neuen Anlagen über eine unabhängige Stromversorgung und können im Notfall sieben Tage lang mit Batterien betrieben werden. Die Kosten von zirka 90.000 Euro für die Anschaffung und Installation übernimmt nach Angaben der Stadtverwaltung die BASF. Gesteuert wird der Alarm von der Hauptfeuerwache in Mundenheim. Insgesamt 36 Sirenen sind derzeit über das Stadtgebiet verteilt. In einer Anlage im Werksteil Nord der BASF wird ein neues Abgassystem in Betrieb genommen. Wie der Chemiekonzern weiter mitteilt, kann es bei den Probeläufen in den kommenden Monaten zur Bildung einer gelblichen Abgasfahne kommen. Die BASF bittet die Anwohner um Verständnis. In Oppau klagt unterdessen die Bevölkerung über nächtliche Lärmbelästigungen, die durch das Anfahren von Anlagen im Werk entstehen. Ortsvorsteher Udo Scheuermann (SPD) will deshalb bei der BASF vorstellig werden.

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