Ludwigshafen Aktuell notiert: BASF-Prozess: Monteur berichtet von Fehlschnitten

Placeholder-Image

Für Aufsehen am sechsten Verhandlungstag im BASF-Prozess hat gestern die Aussage eines Obermonteurs gesorgt, dass es vor und auch nach dem Unglück im Nordhafen falsche Schnitte an Rohrleitungen in der BASF gegeben habe. Die Strafkammer des Landgerichts Frankenthal und die Anwälte der Nebenkläger hakten deshalb nach. Doch der Zeuge wollte keinen Namen nennen, um niemanden zu schaden. Der Richter wies ihn auf seine Auskunftspflicht hin. Der Zeuge sagte nach Beratung mit seiner Anwältin, ihm sei erzählt worden, dass eine Schrottfirma bei Abwrackarbeiten im Werk ein falsches Rohr angeschnitten habe. Dies sei vor einem oder eineinhalb Jahren passiert. Produkt sei ausgetreten, habe sich aber nicht entzündet. Außerdem habe er gehört, dass vor einiger Zeit auch BASF-Mitarbeiter mit einer Säge ein falsches Rohr angeschnitten hätten. Trotz mehrfacher Nachfragen sagte er nicht, wer ihm das erzählte. „Das war in einer größeren Runde. Ich kann da keine Namen mehr nennen“, blieb der Zeuge vage. Der 69-jährige Obermonteur war Chef des angeklagten Arbeiters, der durch einen fahrlässigen Schnitt mit einem Winkelschleifer in ein gefülltes statt ein geleertes Rohr das Unglück am 17. Oktober 2016 ausgelöst haben soll. Wie es dazu kommen konnte, ist nach wie vor unklar. Der Angeklagte will sich erst am Ende des Verfahrens zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess wird kommende Woche fortgesetzt. Dann sollen unter anderem Ermittler der Kripo aussagen. Südwest Eine Polizeistreife hat sich am Dienstagabend gegen 21.35 Uhr in der Innenstadt eine kurze Verfolgungsjagd mit einem Rollerfahrer geliefert. Der 30-Jährige sollte kontrolliert werden, da er unerlaubt durch einen Teil der Fußgängerzone gefahren war. Im Bereich der Ludwig-Bertram-Straße machten die Polizisten mit dem Schild „Stop Polizei“ auf sich aufmerksam. Allerdings reagierte der Rollerfahrer nicht auf das Leuchtsignal, sondern beschleunigte. Am Bahnhofsvorplatz wollte der 30-Jährige nach links in Richtung Busbahnhof abbiegen. Dabei rutschte er jedoch auf der glatten Fahrbahn und wegen der überhöhten Geschwindigkeit aus. Der Rollerfahrer verletzte sich dabei nicht, konnte dann aber kontrolliert werden. Das Ergebnis: Der 30-Jährige hat gar keinen Führerschein. In Rheingönheim ist am Montag eine Harley Davidson gestohlen worden. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Der 32-jährige Besitzer des Motorrads kam gegen 13 Uhr in die Benngewannstraße und stellte dort fest, dass die am Straßenrand auf einem Anhänger abgestellte Harley weg und mit dem Anhänger gestohlen worden war. Hinweise an die Kriminalpolizei: Telefon 0621/963-2773.

x