Ludwigshafen Aktionstag: Erste Wurfversuche mit dem Handball

Handball-Schnupperstunde in der Schillerschule Mundenheim.
Handball-Schnupperstunde in der Schillerschule Mundenheim.

Auch das simple Wort „Spaß“ kann man Fachchinesisch verklausulieren. Mit einer Formulierung wie „eine praxisorientierte Zusammenstellung von Inhalten zur Vermittlung von Handball im Sportunterricht“ zum Beispiel.

Die wird diese Woche von den Übungsleitern der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Mundenheim/Rheingönheim an zwei Grundschulen mit Leben gefüllt – und jeder Menge Spaß. „Die Schulen haben sich schon bei uns gemeldet, bevor wir überhaupt angefragt haben“, freute sich Brigitte Achinger. Sie hatte das Projekt des Deutschen Handballbunds als Grundschul-Aktionstag bereits im Vorjahr gemeinsam mit den JSG-Trainern in die Ludwigshafener Schulen getragen. „Und das Interesse war bei der Neuauflage sofort wieder geweckt.“

Mit fünf gezielten Übungen werden in der besonderen Schulstunde die handballerischen Grundfähigkeiten abgefragt. Prellen steht dabei genauso auf dem Programm wie Zielwerfen, Koordination, Schnelligkeit sowie natürlich Werfen und Fangen. Bei den Kindern wird der Ehrgeiz geweckt, denn sie können in den jeweils 30 Sekunden langen Übungen Punkte sammeln, die am Ende für das „Handballabzeichen“ in Gold, Silber oder Bronze reichen.

250 Kinder erreicht

Begonnen hat alles Anfang der Woche mit zwei Tagen an der Alfred-Delp-Grundschule in Maudach, fortgesetzt wurde das Projekt in der Schillerschule Mundenheim. Dort übten sich Jerome, Nika, Arma und ihre Klassenkameraden von der 3e im ungewohnten Umgang mit dem Ball, angeleitet von erfahrenen Übungsleitern der JSG. In den Turnhallen beider Schulen waren die zehn Handballtrainer jeweils für zwei Tage zu Gast. Der Termin an der Rheingönheimer Mozartschule musste verschoben werden. „Die Turnhalle wird nach dem Brand dort als Klassenraum genutzt und ist deshalb für uns nicht bespielbar“, erklärte Achinger.

Aber auch mit den ersten beiden Schulen brachte die JSG rund 250 Kinder teilweise zum ersten Mal in Kontakt mit dem Handballsport – und profitierte dabei auch ein kleines bisschen selbst: „Die besten Kinder laden wir zu einem Schnuppertraining in unsere Ballschule ein.“ Einige davon seien aus dem Vorjahr noch immer am Ball, freute sie sich über die kreative Nachwuchsgewinnung der Handballvereine.

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