Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Aktion „Heimat shoppen“ auch wieder in Ludwigshafen

Mit diesem Logo macht die Aktion auf den Einzelhandel vor Ort aufmerksam.
Mit diesem Logo macht die Aktion auf den Einzelhandel vor Ort aufmerksam.

Auf lokale Händler hinweisen und darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, in der Heimat zu shoppen – dafür macht sich die gleichnamige Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) stark. Auch Ludwigshafen und Landkreis-Gemeinden sind dabei.

„Wenn die Geschäfte vor Ort weg sind und alle nur noch online kaufen, stirbt eine Kultur.“ Das sagt Bernhard Werst, der in der Schillerstraße sein Spielwarengeschäft betreibt und kürzlich für den Gewerbeverein Oggersheim den Aufruf zu „Heimat shoppen 2020“ an dessen Mitglieder verschickt hat. Es geht bei der Aktion darum, die Bedeutung des lokalen Handels zu zeigen – und die liegt laut Werst nicht nur beim Thema „Einkaufen“. Auch für das kulturelle Leben im Ort und eine lebenswerte Stadt sei der Handel wichtig. Werst nennt als Beispiel das Engagement der Lokalen bei Kerwen und die finanzielle Unterstützung von Vereinen.

Schon vergangenes Jahr in der Vorderpfalz

Die Aktion „Heimat shoppen“ gibt es schon seit 2014. In der Pfalz gingen als Erstes im Jahr 2018 Pirmasens und Zweibrücken damit an den Start, 2019 gab es das Angebot dann für die gesamte Pfalz. „Aus unserer Sicht lief es sehr gut“, sagt Malin Handrick von der IHK Pfalz rückblickend. 15 Kommunen hätten mitgemacht – mehr als gedacht. Sie weist darauf hin, dass „Heimat shoppen“ keine Kampagne sei, von der die teilnehmenden Händler, Dienstleister und Gastronomen am Ende des Tages direkt mehr Geld in der Kasse hätten. „Es ist eine Imagekampagne, langfristig angelegt“, sagt Handrick. So reicht es ihrer Meinung nach nicht aus, nur an den Aktionstagen im September die Werbematerialien auszulegen und einmalige Aktionen anzubieten. „Wir verstehen uns nur als Impulsgeber“, sagt Handrick. Stattdessen gelte es, übers ganze Jahr deutlich zu machen, warum der Handel vor Ort im Vergleich zum Online-Handel einen Mehrwert bieten kann.

Aktionstage im September

Die diesjährigen Aktionstage sind am Freitag, 11., und Samstag, 12. September. Was genau dann vor Ort angeboten wird, steht noch nicht in allen Fällen fest. Natürlich habe sich das durch Corona auch verändert, heißt es von der IHK. So soll es zum Beispiel keine größeren Veranstaltungen wie etwa Modenschauen geben. Neben den „Top in Lu“-Geschäften in der Innenstadt haben auch die Gewerbevereine Oggersheim und Friesenheim angekündigt, mitzumachen. Aus dem Rhein-Pfalz-Kreis haben sich laut Handrick bislang Schifferstadt und Dannstadt-Schauernheim gemeldet. Ansonsten seien aus der Vorderpfalz unter anderem Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße und Frankenthal dabei. Die IHK stellt kostenlos Werbemittel wie Tüten, Postkarten und Plakate zur Verfügung.

Coronabedingt andere Situation

Auch wenn viele Unternehmen coronabedingt in diesem Jahr andere Sorgen hätten, sagt Malin Handrick: „Es passt dieses Jahr mehr denn je, weil der stationäre Handel im Vergleich zum Online-Handel noch mehr kämpfen muss.“ Doch Corona hat ihrer Beobachtung nach stellenweise auch etwas Gegenteiliges bewirkt. „Das Schnelllebige ist nicht jedermanns Sache“, sagt Handrick. Der eine oder andere gehe inzwischen wieder lieber in den kleinen Hofladen um die Ecke als in den großen Supermarkt. Auch Bernhard Werst sagt: „Durch Corona hat der eine oder andere die Wichtigkeit eines Geschäfts vor Ort erkannt.“ Und er ergänzt: „Der Endverbraucher hat es in der Hand.“

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