FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Abstiegsbedrohte Arminia II empfängt Aufstiegskandidat Maxdorf

Der ASV Maxdorf (rote Trikots) mischt nach seiner Erfolgsserie der letzten Wochen und Monate im Kampf um den Aufstieg mit.
Der ASV Maxdorf (rote Trikots) mischt nach seiner Erfolgsserie der letzten Wochen und Monate im Kampf um den Aufstieg mit.

In der A-Klasse Rhein-Pfalz kämpft der zuletzt glücklose FC Arminia Ludwigshafen II gegen den Abstieg. Nächster Gegner ist am Sonntag der ASV Maxdorf. Der wiederum hegt als Tabellenvierter nach einer Aufholjagd Aufstiegsambitionen. Einem seiner Spieler wurden zwei Zähne gezogen.

Die Bilanz des FC Arminia Ludwigshafen II ist erschreckend. Die vergangenen sieben Partien wurden allesamt verloren und zudem nur zwei Treffer erzielt. Trainer Murat Celik ist dennoch davon überzeugt, dass der bis dato zweitschlechtesten Rückrundenmannschaft der Klassenverbleib gelingt. „Die Leistungen sind in Ordnung, wir bekommen auch meist Lob von den Gegnern, aber es gibt ein Kernproblem“, sagt der Coach. Im letzten Spielfelddrittel und je näher es an das gegnerische Tor geht, fehlen Leichtigkeit, Kreativität, Konsequenz und Zielstrebigkeit. Deshalb erzielt die Arminia kaum Tore. Da kein gelernter Stürmer im Kader steht, versucht sich Gil Cruz, ein gelernter Mittelfeldspieler, der gerne ins Dribbling gehe und einen passablen Abschluss habe.

Insgesamt reiche das aber nicht, obwohl das Team spielerisch gefalle. „Wir bauen von hinten gut auf, es gibt Kombinationen, und der Wille ist spürbar. Da kann ich keinem einen Vorwurf machen“, betont Celik. Auch fehle der Arminia das Spielglück. Weil es zudem häufig verletzungs- und studienbedingte Ausfälle gebe, müsse oft umgebaut werden. Deswegen wurden bereits etliche Akteure aus der U19 ins kalte Wasser geworfen. „Nach dem Maxdorf-Spiel treffen wir in den restlichen fünf Begegnungen nur noch auf Mitkonkurrenten im Abstiegskampf. Da haben wir alles in der eigenen Hand“, blickt der Trainer nach vorne. Ein Pluspunkt: Lennart Goeller (45), einst Kapitän der ersten Garnitur, führt als Innenverteidiger die extrem junge Truppe. „Lennart hilft mir, ist außerdem immer noch ein überragender Spieler und ein toller Mensch“, bestätigt Celik.

Seit sieben Spielen ungeschlagen

Der ASV Maxdorf ist seit sieben Partien ungeschlagen und gehört zu dem eng zusammenliegenden Quartett, das um den zweiten Platz und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde spielt. „Das Rennen wird wohl in den direkten Duellen entschieden. Da darf man sich keinen Ausrutscher erlauben, obwohl Spiele gegen abstiegsgefährdete Mannschaften oftmals schwieriger sind“, philosophiert Trainer Frank Wieschalla. Er kann am Sonntag nahezu aus dem Vollen schöpfen, nur hinter dem Einsatz von Hamudi Harb steht noch ein Fragezeichen. „Er hat zwei Zähne gezogen bekommen und soll eigentlich nicht spielen. Bei Hamudi bin ich mir aber nicht sicher, ob er das auch so sieht“, sagt der Coach. Wer aufläuft, entscheiden taktische Gründe, aber auch der Gesamteindruck aus Trainings- und Spielleistungen.

Weit vorne sind da derzeit Kapitän Rick Martsfeld, der nach langwieriger Verletzung schon fast wieder das alte Niveau erreicht hat, und Markus Bussek, der als Sechser aus dem Team nicht wegzudenken ist. „Auch der junge Aaron Koch hat mir zuletzt gefallen. Und wenn Horst Döppel fit ist, geht kein Weg an ihm vorbei“, verdeutlicht Wieschalla. Nach den beiden aufeinanderfolgenden Niederlagen im September sei der ASV schon abgeschrieben gewesen. „Jetzt sind wir wieder mitten im Aufstiegsrennen, weil das Team drangeblieben ist“, freut sich der Coach. Übrigens: Das spielfreie Wochenende haben die Maxdorfer zu einem Mannschaftsabend in einer Frankenthaler Sportsbar genutzt, wo man gemeinsam das Zweitliga-Spiel des FCK gegen den HSV geschaut hat.

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