Ludwigshafen Abstieg in Verbandsliga droht

SCHIFFERSTADT. Die A-Junioren von Phönix Schifferstadt und des Ludwigshafener SC kämpfen in der Fußball-Regionalliga Südwest um den Ligaverbleib. Ein Abstieg hätte für beide Vereine weitreichende Folgen. Am vergangenen Sonntag entschied Phönix das direkte Duell gegen den LSC mit 5:1 (1:0) für sich.
Mit dem Heimerfolg hat Schifferstadt den Abstand zum sich noch auf einem „Nicht-Abstiegsplatz“ stehenden Ludwigshafener SC bis auf einen Punkt verkürzt. Dabei enttäuschte der LSC die ersten 45 Minuten keineswegs und war trotz des 0:1-Rückstandes durch Marco John (35.) über weite Strecken der ersten Hälfte sogar besser. Doch der Doppelschlag nach der Pause von Lukas Metz (46.) und Marc Ofer (50.) erwischte die Ludwigshafener eiskalt. Mehr als der Ehrentreffer von Sefkan Tas (77.) war nicht mehr drin. „Das 2:0 war der Knackpunkt des Spiels“, stellt LSC-Trainer Zdravko Barisic nüchtern fest. Dass die beiden Aushängeschilder der Region im Jugendbereich gegen den Abstieg spielen, hat unterschiedliche Gründe. „Uns ist vor der Saison die komplette A-Jugend weggebrochen. Bis auf zwei spiele ich mit Akteuren, die vergangene Saison noch B-Junioren waren“, erklärt Barisic die Sorgen des LSC. „Ich übernehme die Verantwortung und suche keine Ausreden“, macht der Übungsleiter deutlich. Niederlagen gegen den Letzten und Vorletzten der Tabelle sind ebenfalls Gründe für die mäßige Saison der Hochfelder. Dass das aktuelle Team bei einem Abstieg in die Verbandsliga nicht zu halten wäre, liegt auf der Hand. Die Wechselgedanken, mit denen sich die Spieler laut ihrem Trainer momentan beschäftigen, sind nicht gerade fördernd im Abstiegskampf. Dessen ist sich Barisic bewusst: „Viele waren schon bei anderen Vereinen im Probetraining und sind deswegen mit dem Kopf nicht bei der Sache“, bemängelte er. Barisic selbst versichert unterdessen, dass er auch im Falle eines Abstiegs bleiben und einen Neuaufbau mitgestalten würde. Nach Neuaufbau riecht es momentan auch bei Phönix. Der Heimsieg, der durch weitere Tore von Nathaniel Esslinger (63.) und Niklas Schmitt (69.) abgerundet wurde, war für Trainer Peter Libowsky „der Griff nach dem letzten Strohhalm.“ Auch seine Mannschaft wäre bei einem Abstieg in die Verbandsliga nicht zu halten – so mancher Akteur beschäftige sich ebenfalls mit einem Vereinswechsel. „Wir müssen die letzten drei Saisonspiele gewinnen“, gibt er die Richtung vor. Verletzungsbedingte Ausfälle, Abiturprüfungen und Nebenjobs der Spieler stürzten den Ausbildungsverein, der eine Kooperation mit Bundesligist Mainz 05 pflegt, in Nöte. Stichwort Kooperation: Diese würde im Falle eines Abstieges ebenfalls ein wenig leiden. Es ist fraglich, ob A-Jugendspieler, die den Sprung in den Mainzer Kader nicht geschafft haben, wie sonst Schifferstadt angeboten werden würden. „Im Falle eines Abstiegs würden wir wohl keine Zugänge bekommen, weil alle Regionalliga spielen wollen“, weiß Libowsky um die prekäre Situation. „Wir sind in allen Jahrgängen gut besetzt und deswegen mache ich mir keine Sorgen.“