Ludwigshafen Absteiger BSC Oppau stoppt Talfahrt

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«LUDWIGSHAFEN.» Der BSC Oppau, Absteiger aus der Fußball-Landesliga, hat eine Etage tiefer in der Bezirksliga rasch Fuß gefasst und damit sein Ziel erreicht – nicht noch weiter abrutschen. Eine ordentliche Vorrunde beendeten die Gelb-Schwarzen, die die zweitbeste Defensive haben, auf dem siebten Tabellenplatz.

Als Saisonziel haben die Oppauer „eine sorgenfrei Runde spielen“ ausgegeben. Die ist gewährleistet, denn mit 29 Zählern kann der BSC der Rückserie völlig entspannt entgegensehen und sogar noch ein paar Plätze gutmachen. „Es gibt zwei entscheidende Faktoren dafür. Wir haben den Kader verbreitert und die Qualität ist höher als in der vergangenen Runde“, ist Spielertrainer Göran Garlipp überzeugt. Er sieht seine Mannschaft im oberen Mittelfeld gut aufgehoben. Das gut harmonierende Team habe richtig starke Spiele gezeigt, erklärt der Übungsleiter und nennt als Beispiel die Begegnungen gegen Jockgrim (2:0), Ruchheim (2:1) und bei Südwest Ludwigshafen (2:0). „Die Mannschaft steht nicht mehr so permanent unter Druck wie als Abstiegskandidat in der Landesliga. Wir haben mehr Ballbesitz, und die Freude am Fußball ist zurückgekehrt“, hat Garlipp festgestellt. Als weitere Pluspunkte kommen die hohe Trainingsbeteiligung, die größere Fitness und Laufbereitschaft nach sich ziehen, sowie das Befolgen der taktischen Ordnung hinzu. „Defensiv sind wir stabiler geworden“, erklärt der Coach. 19 Gegentore werden nur von Spitzenreiter Billigheim-Ingenheim unterboten (17). Diese Stärke hängt auch damit zusammen, dass die Oppauer weniger personelle Veränderungen im Kader haben, als in den Jahren davor. „Es hat uns Sicherheit gegeben, dass wir in vielen Spielen mit derselben oder kaum veränderter Aufstellung auflaufen konnten“, betont Garlipp. 24 Akteure wurden bislang eingesetzt, von denen zwar keiner in allen 18 Begegnungen dabei war, aber es gab ein Gerüst von Stammspielern. Christoph Jacob und Damian Queva absolvierten 17 Partien, Timo Gehrlein, Daniel Jacob, Alexander Lindenau, Andrei Rontea, Sebastian Tittel und Dennis Weiß kamen 16 Mal zum Einsatz, Garlipp spielte 15 Mal. Die Gelb-Schwarzen haben allerdings im Torabschluss erheblichen Verbesserungsbedarf. „Im Spiel nach vorne ist noch viel Luft nach oben“, spielt der Trainer auf die nur 30 Treffer an. Die sorgen dafür, dass in Partien mit Beteiligung des BSC die wenigsten Tore fielen. Torjäger Max Schneider lebte zu Beginn der Saison aus beruflichen Gründen noch im Ausland und absolvierte nur sieben Spiele. Trotzdem ist Schneider mit vier Treffern zweitbester Schütze nach Kapitän Dennis Leising (5). Garlipp, Gehrlein und Lindenau trafen dreimal ins Schwarze. „Die Entwicklung der jungen Spieler ist sichtbar“, freut sich Garlipp. Den größten Sprung nach vorne habe Damian Queva gemacht. Der 21 Jahre alte Abwehrspieler hatte in der vergangenen Serie, als beim BSC große Personalnot herrschte, im Reserveteam ausgeholfen. Jetzt ist er Stammkraft in der Bezirksliga und in Oppau als Linksverteidiger gesetzt. Er spielt auf der Position, die oft Christian Schmalenberger bekleidet hatte. Der mit Garlipp gleichberechtigte Spielertrainer war Anfang Oktober ausgeschieden. Das war ein Verlust für die Oppauer. „Die Mischung im Team stimmt. Sowohl altersmäßig, als auch von den Charakteren und den Spielertypen“, betont der Coach. Das liegt auch daran, dass bei den im Sommer neu verpflichteten Akteuren drei Volltreffer waren: Rontea, Tittel und Dirk Hilzendegen. Sie haben sich ins bevorzugte 4-4-2-System mit Mittelfeldraute gut eingefügt.

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