Spiel des Tages
A-Klasse: VfR Friesenheim erwartet im Kerwespiel Arminia-Reserve
Die Friesenheimer haben aus den ersten acht Partien magere vier Zähler geholt. „Dafür gibt es zwei Hauptfaktoren. Zum einen haben wir bislang schon 28 Spieler eingesetzt. Da fehlt personelle Konstanz“, sagt Trainer Toni Butz, der im Bedarfsfall selbst noch mitspielt. Der zweite Grund ist das Alter der meisten Akteure. „Im Schnitt stehen acht Spieler unter 21 Jahren auf dem Feld. Sie machen ihre Sache gut, aber nicht über 90 Minuten“, erklärt der Coach. Einsatzbereitschaft, Trainingsbeteiligung und Wille seien top, aber die Jungs seien noch nicht als Mannschaft zusammengewachsen. Dazu fallen wichtige Akteure wie Vincenzo Tutino (Blinddarmoperation) und Cem Weiß (Schlüsselbeinbruch) über Wochen oder gar Monate aus.
„Auf den Außenpositionen sind wir gut und breit aufgestellt. Aber auf den taktisch schwierigen Positionen im Zentrum oder im Defensivbereich hapert es. Da bekommen wir zu oft keinen Zugriff“, analysiert Butz. Zudem lauerten viele Gegner auf Fehler, die irgendwann auch kämen. Die Physis sei hoch, allerdings sorgten individuelle Fehler für negative Ergebnisse. „Wir setzen auf Entwicklung und werden kämpfen. Uns fehlt auch ein Erfolgserlebnis, dann würde der Knoten platzen“, glaubt Butz. Er sieht den kommenden Gegner ähnlich strukturiert, nur sei der ebenfalls extrem junge FC Arminia II schon einen Schritt weiter. Diesen Schritt will der VfR in den nächsten Wochen gehen.
Stürmer als Abwehrspieler
Der FC Arminia II hat am vergangenen Wochenende aufhorchen lassen. Gegen den Topfavoriten der Liga, TuS Dirmstein, hielten die Schwarz-Weißen lange ein torloses Remis und verloren am Ende nur 0:1. „Das war eine sehr gute Leistung. Wir haben dem Spitzenreiter alles abverlangt und im Kollektiv prima verteidigt“, blickt Trainer Murat Celik zurück. Dabei standen die Vorzeichen nicht gut, denn die etatmäßige Innenverteidigung mit Massimo Rabia (Prüfung) und Leon Balde (Knöchelverletzung) fiel aus. „Dafür sind unser Kapitän und bester Torschütze Alilou Savadogo und Noah Herberle in die zentrale Abwehr gerückt und haben ihre Sache großartig gemacht“, berichtet Celik.
Der Coach sieht die Situation entspannt, denn die Arminia steht derzeit auf einem Nicht-Abstiegsplatz. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann habe ich keine Bedenken, dann können wir gegen jeden Gegner bestehen“, ist Celik überzeugt. Auf Spieler aus dem Oberligakader kann er momentan allerdings nicht hoffen, denn die erste Garnitur bestreitet eine englische Woche und hat ebenfalls Ausfälle zu verkraften. Und so kann es passieren, dass der 50-jährige Übungsleiter wieder selbst zu einem Teileinsatz kommt. „Gegen Dirmstein waren es sechs Minuten. Das reicht aber auch, denn das Tempo kann ich auf Dauer in meinem Alter nicht mehr mitgehen“, räumt Celik ein. Der Einsatz von Lucas Fichtner ist fraglich.