Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: SV Ruchheim will gegen TSG Eisenberg punkten

Klassenverbleib im Fokus: Sascha Kohlmeyer will mit dem SV Ruchheim weiter in der A-Klasse am Ball bleiben.
Klassenverbleib im Fokus: Sascha Kohlmeyer will mit dem SV Ruchheim weiter in der A-Klasse am Ball bleiben.

In der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz steht zum Jahresausklang das Duell zwischen dem SV Ruchheim und der TSG Eisenberg (Sonntag, 14.30 Uhr) im Zeichen des Abstiegskampfs. Die Gastgeber haben zuletzt Boden gutgemacht.

Die Schwarz-Weißen sind unter ihrem Interimstrainer Ricardo Antonaci auf dem besten Weg, den Klassenverbleib zu realisieren. Der 29-jährige Oberligaspieler des FC Arminia Ludwigshafen war nach dem Rücktritt der Brüder Stefano und Toni De Simone eingesprungen, weil er in Ruchheim aufgewachsen ist und ihm der Verein etwas bedeutet. „Wichtig war auch, dass mein Vater Toni als Spielleiter mit im Boot ist. Er hat den Jungs vermittelt, dass er Wert darauf legt, als Gemeinschaft aufzutreten, die zusammenhält und eine Einheit bildet“, sagt der Junior. Nach dem Training und den Spielen im Clubhaus noch etwas zusammenzusitzen ist inzwischen Usus geworden.

„Der Mannschaft habe ich erläutert, dass ich nicht zur Bespaßung da bin, sondern dass Ehrgeiz und Trainingseifer Grundlage für erfolgreichen Fußball sind“, betont Ricardo Antonaci. Diese Forderung habe die Mannschaft prima aufgenommen und umgesetzt. Fortschritte seien erkennbar, zumal das Team auch konditionell aufgeholt habe. Zwölf bis 14 Spieler besuchen im Schnitt die Trainingseinheiten. Das zahlt sich in Form verbesserter Fitness und ansteigender Leistungskurven aus. „Es ist schön zu sehen, dass Trainingsinhalte auf den Platz gebracht werden, jeder voll mitzieht“, freut sich der Coach.

Aus eigener Kraft

Antonacis Bilanz kann sich sehen lassen: Aus acht Partien hat der SVR 14 Zähler geholt, aus den vergangenen fünf Partien, in denen Ruchheim unbesiegt blieb, waren es 13 von 15 möglichen Punkten. Nur gegen die Spitzenteams ASV Heßheim und VfR Frankenthal hat der Bezirksliga-Absteiger jeweils 1:2 verloren. „Optimal wäre ein Sieg gegen Eisenberg, dann hätten wir den Anschluss zu Rang elf hergestellt, der sicher zum Klassenerhalt reicht“, verdeutlicht Antonaci. Man wolle sich nicht auf andere Mannschaften verlassen müssen, sondern aus eigener Kraft den Abstieg vermeiden. Mit dem Spiel gegen Eisenberg endet Antonacis Mission, in der Winterpause übernimmt Zdravko Barisic das Traineramt beim SVR.

Sechs Mannschaften können zwar absteigen, aber realistisch betrachtet, sind es nur drei oder vier. Im besten Fall – wenn kein Club aus der Bezirksliga in die A-Klasse Rhein-Pfalz absteigt und der Vizemeister den Sprung nach oben schafft – sogar nur zwei. „Wenn wir am Sonntag gewinnen, hätten wir ein Elf-Punkte-Polster auf den Tabellenviertletzten. Das wäre ein riesiger Schritt ans rettende Ufer“, blickt Antonaci nach vorne. Dass die Partie gegen Eisenberg kein Selbstläufer wird, zeigt schon das Hinspiel, das Ruchheim 2:3 verlor.

Ehemaliges Verbandsligateam

Die Eisenberger, die vier Zähler Rückstand zu Vordermann DJK Eppstein haben, stehen als Tabellen-14. mit dem Rücken zur Wand. Der Club hat seine sportlich besten Zeiten lange hinter sich. Zu Beginn der 1990er-Jahre gehörte die TSG drei Saisons lang in Folge der Verbandsliga an, wurde einmal sogar Siebter. Heute spielt Eisenberg in der dritten Runde hintereinander gegen den Abstieg aus der A-Klasse, hat erst drei Begegnungen gewonnen und zuletzt bei Kellerkind FC Arminia Ludwigshafen II 2:2 gespielt.

Viel wichtiger aber: Der Verein ist breit aufgestellt. Neben Fußball gibt es Turnen, Tischtennis, Karate und Schach, um nur einige Abteilungen zu nennen. Das Sportangebot ist riesig. Mit rund 1600 Mitgliedern, ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, ist die TSG Eisenberg der größte Sportverein im Donnersbergkreis und ein Anker in dieser Region.

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