Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: Spektakel bei VfR Friesenheim gegen Arminia II

Zwei wichtige Akteure: Friesenheims Moussa Keita (links) gegen Arminias Jannick Rieger.
Zwei wichtige Akteure: Friesenheims Moussa Keita (links) gegen Arminias Jannick Rieger.

Eigentlich schien das A-Klasse-Spiel zwischen dem VfR Friesenheim und dem FC Arminia Ludwigshafen II nach 92 Minuten entschieden. Aber die Nachspielzeit barg noch einige Überraschungen. Und beide Trainer hatten zusätzlich einige Kritikpunkte anzubringen.

Toni Butz war nach dem Spiel noch ein wenig aufgebracht. Der Spielertrainer des VfR Friesenheim hatte sich erstmals selbst in der Innenverteidigung aufgestellt. Eine nicht unbedingt gewohnte Position für den gelernten Stürmer. 94 Minuten ging diese Maßnahme auf. 2:0 führten die Gastgeber im Kerwespiel gegen eine teils harmlose Arminia-Reserve, die offensiv wenig zustande brachte. Über rechts war der schnelle Jonathan Balley, den die Gäste nie wirklich unter Kontrolle brachten, zur Grundlinie durchgestartet. Seine Hereingabe fand in der Mitte Destiny Agbonghae, der den Ball zum 1:0 versenkte (50.). Zuvor war auf beiden Seiten spielerisch wenig auf dem Rasen zusammengegangen, Arminias Tim Nothaft hatte mit einem Freistoß die Latte getroffen (43.).

„Wir spielen vorher alles gut, aber im letzten Drittel fehlt uns die Präzision und das Selbstvertrauen“, brachte es Arminias Trainer Murat Celik auf den Punkt. Seine Auswahl hatte nur nach sieben Minuten Glück, als die Abwehr in einer etwas chaotischen Strafraumsituation die Abschlüsse von Balley und Agbonghae gerade noch blocken konnte.

Zwei späte Tore

Die Angriffe der Arminia blieben in Durchgang zwei überschaubar, Celik hüpfte aufgeregt an der Seitenlinie entlang. Auch weil Friesenheim nach einer Stunde weitere Torchancen ausließ (60., 73.). In eine Drangphase der Gäste kurz vor Ablauf der 90 Minuten, schloss der eingewechselte Yilmaz Tekin einen VfR-Konter zum 2:0 ab (88.). Die Begegnung auf dem Kunstrasen schien entschieden.

Dann kam die Nachspielzeit: „Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter zwölf Minuten nachspielen ließ“, ärgerte sich Butz später. Es waren zwar insgesamt nur acht Minuten, aber plötzlich fand die Arminia zur Abschlussstärke zurück. Der eingewechselte Regjep Berisha erzielte im Nachsetzen den 2:1-Anschlusstreffer (90.+4). Dann fasste sich Jannick Rieger aus 18 Metern ein Herz und traf zum 2:2-Ausgleich (90.+6). Jetzt hüpfte Celik wieder an der Außenlinie, diesmal allerdings aus Freude.

Toni Butz hingegen war bedient. Den in der Abstiegszone festhängenden Friesenheimern hätten die drei Punkte gut getan. „Wir haben es eigentlich richtig gut gespielt. Aber dann treten sie unserem Torwart auf die Hand“, sah Butz sein Team in der Schlussphase im Nachteil. Am Ende hatten daher nur die Gäste bei der nahe gelegenen Friesenheimer Kerwe etwas zu feiern.

x