Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse-Derby: Arminias Reserve plagen Probleme

Einsatz fraglich: Arminias Onur Keskin (rechts).
Einsatz fraglich: Arminias Onur Keskin (rechts).

Im Zeichen des Abstiegskampfs in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz steht das Derby zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen II und der SG Maudach am Sonntag, 15 Uhr, auf dem ASV-Platz in der Saarlandstraße.

Da die Bezirkssportanlage Rheingönheim, auf der die Arminia eigentlich ihre Heimspiele austrägt, umgebaut wird und einen Kunstrasen erhält, tritt die zweite Garnitur auf einem Ausweichplatz an. Ein Grund für die aktuelle Misere ist dies allerdings nicht. „Wir haben mit gewaltigen personellen Problemen zu kämpfen und planen derzeit nur von Training zu Training“, klagt Trainer Murat Celik. Am vorigen Sonntag erwischte es beim 1:6 in Maxdorf gleich drei Akteure. Noah Heberle (Bänderriss) und Regjep Berisha (Knieverletzung) fallen sicher aus, bei Onur Keskin (Wadenprobleme) gibt es noch Hoffnung auf einen Einsatz gegen Maudach. „Die kommen zu unseren Langzeitverletzten hinzu“, sagt Celik, der zum Beispiel Woche für Woche die Viererkette umbauen muss.

Dies ist ein Grund für die Gegentorflut in den zurückliegenden drei Begegnungen, in denen der FCA 18 Treffer einstecken musste. „Sowohl in Maxdorf, als es zur Pause 1:1 stand, als auch gegen Weisenheim haben wir eine gute erste Hälfte abgeliefert. Dann haben uns individuelle Fehler das Genick gebrochen“, berichtet der Coach. Einen Vorwurf will er seinen überwiegend noch sehr jungen Spielern, die früh Schlüsselpositionen besetzen müssen, nicht machen. „Weil immer wieder Akteure ausfallen, fehlt der Rhythmus. Und wer aus einer Verletzung kommt, muss gleich ran, obwohl ihm noch die Kraft fehlt“, beschreibt Celik den Teufelskreis. Die Arminia II spielt seit 2008 ununterbrochen in der A-Klasse. Das Ziel: im Kollektiv aus der Misere kommen und Liga-Dino bleiben.

Auf gutem Weg

Die SG Maudach, die aus einem Zusammenschluss der Vereine Alemannia und SV entstand, nimmt seit der Saison 2018/19 unter diesem Namen am Spielbetrieb teil. Die Klubs haben ihre Eigenständigkeit jedoch behalten. In dieser Runde gehe es nach Aussage des neuen Trainers Sebastian Dumont allein um den Ligaverbleib. Und da ist das Team auf einem guten Weg. Mit einer Serie von sieben Punkten aus drei Partien hat sich die SG auf Rang zwölf, der definitiv den Klassenverbleib bedeutet, katapultiert. „In Friesenheim haben wir bei einem Mitkonkurrenten einen Rückstand in einen Sieg gedreht. Gegen Edigheim hat das Team super verteidigt und kaltschnäuzig seine Chancen genutzt“, beleuchtet Dumont die beiden so wichtigen Erfolge, die der SG Luft verschafft haben.

Auch danach beim 1:1 in Eisenberg sei ein Sieg möglich gewesen. „In all diesen Partien waren wir personell gut besetzt. Und fast alle hatten eine komplette Trainingswoche hinter sich. Das macht sich sofort bemerkbar“, freut sich der Coach. Bei der 0:3-Niederlage am Sonntag gegen Eppstein sei die Chancenverwertung nicht gut gewesen, während der Gegner den ersten Treffer prima herausgespielt und den zweiten mit einem Sonntagsschuss erzielt habe. „Außerdem hätten wir einen Elfmeter bekommen müssen“, betont Dumont. Der Trainer, der mit harter Hand agiert und auf Disziplin großen Wert legt, hat bereits vier Akteure aussortiert. Bis zur Winterpause sollen bei einem passablen Programm noch einige Zähler geholt werden. Die Partie gegen den FCA sei ein Schlüsselspiel.

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