Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel 6:3-Sieg gegen Bad Vilbel: BASF TC hat Bundesliga-Aufstieg in eigener Hand

Ein paar gute Tipps vom Trainer und ein Schluck aus der Pulle: BASF-TC-Spieler Mika Lipp (rechts ) mit Denis Gremelmayr.
Ein paar gute Tipps vom Trainer und ein Schluck aus der Pulle: BASF-TC-Spieler Mika Lipp (rechts ) mit Denis Gremelmayr.

Siebter Sieg im siebten Spiel. Der BASF TC Ludwigshafen steuert nach dem 6:3-Erfolg im Heimspiel gegen den TC Bad Vilbel in Richtung Erste Bundesliga. Fast hätte es mit dem großen Ziel schon am gestrigen Sonntag geklappt. Doch Konkurrent TC Augsburg Siebentisch triumphierte ganz knapp in Reutlingen

Mit dem 6:3 (4:2)-Erfolg über TC Bad Vilbel haben die Herren des BASF TC ihre Hausaufgaben am vorletzten Spieltag in der Zweiten Bundesliga Süd erledigt. Die Mannschaft von Trainer Denis Gremelmayr hat am letzten Spieltag den Aufstieg in der eigenen Hand.

Am Ende stand die gesamte Ludwigshafener Mannschaft auf dem Centercourt, blickte so gebannt auf die Anzeigetafel mit dem Liveticker, wie ein Großteil der rund 100 verbliebenen Zuschauer zuvor schon beim abschließenden Doppel von Daniel Baumann und Mika Lipp. Das diese beiden im Tiebreak des zweiten Durchgangs mit 3:6, 6:7 gegen Henrik Jebens und Tim Büttner unterlegen waren, spielte längst nur noch eine statistische Rolle. Den Mannschaftserfolg hatten zuvor schon die Paarungen Liam Gavrielides/Franco Emanuel Egea sowie Maximilian Neuchrist/Tristan Lamasine mit deutlichen Zwei-Satz-Erfolgen eingefahren, nachdem es nach den Einzeln schon 4:2 für die Ludwigshafener geheißen hatte.

Die Magnumflasche Sekt bleibt (vorerst) zu

Deshalb ging der Blick aus Ludwigshafen in Richtung Reutlingen, wo Konkurrent Augsburg Siebentisch nach den Einzeln ebenfalls mit 4:2 in Führung lag, aber seine ersten beiden Doppel verloren hatte. Und auch der erste Satz des dritten Doppels war an die Reutlinger gegangen. Eine Niederlage der Augsburger wäre gleichbedeutend mit dem Aufstieg der Ludwigshafener gewesen. Entsprechend groß das Daumendrücken für die Herren Noah Schlagenhauf und Paul Wörner, die zumindest das Schicksal einer unverhofften Partynacht im BASF-TC-Clubhaus in ihren Händen hielten, nach dem gewonnenen ersten Satz auch im Tiebreak des zweiten Durchgangs bereits mit 4:1 in Führung lagen und doch noch verloren. Spätestens im Match-Tiebreak galten alle gedrückten Daumen ihnen und beim 10:9 hatten die Reutlinger sogar einen Matchball auf ihrer Seite, unterlagen aber letztlich mit 10:12. Die von Vereinspräsident Frank Stauder auf dem Centercourt bereitgestellte Magnumflasche Sekt blieb ungeöffnet.

„Nicht so schlimm“, befand BASF-TC-Trainer Denis Gremelmayr. Er freute sich lieber über einen starken Spieltag seiner Mannschaft, als einen Gedanken in Richtung Reutlingen zu verschwenden. „Das war heute eine super Teamleistung von uns. Angefangen bei den Erfolgen von Tristan Lamasine und Franco Emanuel Egea über den hart erkämpften 7:6, 4:6, 10:6-Erfolg von Daniel Baumann, der seinen Gegner Adrian Obert in knapp drei Stunden förmlich niedergerungen hatte und im Anschluss entsprechend erschöpft war: „Das war insgesamt zwar sicher kein hohes Niveau, aber wir haben uns einen guten Kampf geliefert, und es war wichtig, dass ich diesen Punkt für die Mannschaft geholt habe“, resümierte der 28-Jährige nach dem verwandelten Matchball.

Mika Lipp holt den wichtigen vierten Punkt

Und dann war da auch noch Mika Lipp, auf dem nach den Niederlagen von Maximilian Neuchrist und Liam Gavrielides ein ganz besonderer Druck lastete: „Es war klar, dass wir den vierten Punkt aus den Einzeln brauchen, weil Bad Vilbel starke Doppel am Start hatte.“ Lipp hielt diesem Druck stand, besorgte mit seinem 7:6, 6:4 gegen Calvin Müller diesen so wichtigen vierten Punkt, der damit mehr Varianten für die eigene Doppelaufstellung zuließ.

Und weil die Doppel seit dem dritten Spieltag eine ausgesprochene Stäke der BASF-Herren sind, wurde auch der siebte Sieg im siebten Spiel der Saison trocken eingetütet.

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