Ludwigshafen 50 Freiwillige helfen in der Suppenküche

Im Advent geht es nicht nur darum, die passenden Weihnachtsgeschenke zu finden, sondern auch darum, Menschen zu unterstützen, die Not leiden. Zum Beispiel Menschen, die sich nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit leisten können. Bereits im zweiten Jahr helfen BASF-Mitarbeiter deshalb in der Suppenküche des protestantischen Kirchenbezirks Ludwigshafen.
Schon im Treppenhaus riecht es nach Kartoffeleintopf. Das macht Appetit. Die Suppenküche des protestantischen Kirchenbezirks befindet sich im Seitengebäude der Apostelkirche im Stadtteil Nord. Im ersten Obergeschoss werkeln Karin Heyl und ein paar ihrer BASF-Kollegen in der Küche, während Peter Trauth fleißig Eintopf in die Schüsseln gießt. Zirka 30 Frauen und Männer sitzen an den großen Tischen zusammen, essen und unterhalten sich. Der Saal ist weihnachtlich geschmückt. Johannes Mnich vom BASF-Kulturmanagement spielt „Hey Jude“ am Klavier. Die Atmosphäre wirkt fast schon heimelig. „Wir haben Monatsanfang“, erläutert Pfarrer Stefan Bauer. „Da kommen immer weniger Bedürftige. Aber wenn der Monat zu Ende geht, kann es vorkommen, dass wir an einem Tag bis zu 90 Menschen verköstigen müssen.“ Drei Wochen – noch bis zum 12. Dezember – hilft ein Team, bestehend aus Mitarbeitern der BASF, bei der Suppenausgabe. Pfarrer Bauer ist froh über die Unterstützung: „Viele Gemeindemitglieder, die sich sonst engagieren, haben im Advent andere Aufgaben in der Kirchengemeinde und sind so entlastet.“ Karin Heyl, Leiterin der BASF-Abteilung „Gesellschaftliches Engagement“, ist heute im Dienst. Ihre Abteilung hat die Aktion, die im vergangenen Jahr Premiere hatte, organisiert. „Diesmal haben sich über 50 Freiwillige gemeldet, sodass es schwer war, alle unterzubekommen“, erklärt sie lachend. Die Helfer schneiden Brot, servieren Suppe, schenken Kaffee aus, machen den Abwasch und sind immer für ein Schwätzchen zu haben. Denn für viele Stammgäste in der Ludwigshafener Suppenküche ist Kommunikation genauso wichtig wie eine warme Mahlzeit. Auch Karin Heyl ist der Kontakt zu den Besuchern ein großes Anliegen: „In unserem Alltag vergessen wir oft, dass es Menschen in der Region gibt, die nicht genug zu essen haben. Und wenn man ihre Geschichten hört, ist es manchmal erschreckend, wie leicht man durch das soziale Netz fallen kann.“ Einige Helfer waren schon im vergangenen Jahr dabei. So wie Peter Trauth. „Ich habe Spaß dabei, anderen zu helfen“, sagt er. „Man sieht die Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel.“ Neu im Boot sind die Mitarbeiter der Abteilung BASF-Gastronomie. Denn die Suppe, die während der Aktion ausgeschenkt wird, stammt aus der Küche im Feierabendhaus. „Heute gibt es Kartoffeleintopf mit Putenwienerle“, erklärt BASF-Küchenchef Karl-Hermann Franck. 75 Liter Eintopf zusätzlich kochen er und seine Kollegen während der Aktion täglich. Die Gäste der Suppenküche freut’s: „Das schmeckt sehr lecker“, betont ein Mann und fügt hinzu. „Ich bin sowieso ein Kartoffel-Fan.“