Ludwigshafen 30 Unternehmen bei Ausbildungsbörse

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Die Rhein-Galerie wird zum Jobcenter. Organisiert von der Agentur für Arbeit werben heute noch einmal über 30 Unternehmen um Auszubildende und informieren Schüler, Lehrer, Eltern und Großeltern über die verschiedenen Zwischenschritte auf dem Weg zum Traumberuf.

Die Ausbildungsbörse findet dieses Jahr zum ersten Mal in der Rhein-Galerie statt. Laut Center-Manager Christoph Keimes ist die Idee dazu aber schon bei seinem Amtsantritt im November 2013 entstanden. Da lernte er Beatrix Schnitzius kennen und kam mit der Leiterin der Ludwigshafener Arbeitsagentur überein, dass das Einkaufszentrum der optimale Ort für die Werbung um junge Menschen sei. „Wir sind schließlich ein Treffpunkt für Jugendliche und müssen sie hier nur noch mit potenziellen Arbeitgebern zusammenbringen“, erklärte Keimes gestern bei der Eröffnung der Ausbildungsbörse. Vor allem junge Frauen sollen bei der Börse die Vielfalt an Ausbildungsberufen kennenlernen. Darauf hofft jedenfalls Regionaldirektorin Heidrun Schulz von der Agentur für Arbeit. „60 Prozent der jungen Frauen konzentrieren sich noch immer auf zehn Berufsbilder“, erzählt sie. Das seien dann meist auch noch Berufe, bei denen sie – vorsichtig gesagt – nicht reich werden könnten. In der Rhein-Galerie sollen die Mädchen ihr Spektrum erweitern. Die Polizei, die PFW Aerospace Speyer, Sparkasse, Stadt Ludwigshafen und viele andere Ausbilder sind mit dabei. Natürlich ist auch die BASF vertreten. Bei ihr kämen zwar jedes Jahr noch genug Bewerbungen an, um die Lehrstellen zu besetzen, sagte die Leiterin der Auszubildenden-Rekrutierung, Beate Petry. „Aber wir nutzen die Börse auch, um uns zu zeigen, und wir wollen vor allem auf unsere Programme für schwächere Schüler aufmerksam machen.“ In einem Jahr werden auch Jugendliche ohne Hauptschulabschluss bei der BASF für eine Ausbildung fit gemacht. „Dafür haben wir noch Plätze frei“, wirbt Petry um Bewerber. Vielleicht ist das genau das Richtige für die Schützlinge von Sarah Sponagel von der „Geniefabrik Ludwigshafen“, die Jugendliche im Auftrag der Arbeitsagentur als „Berufseinstiegsbegleiterin“ am Übergang zwischen Schule und Beruf unterstützt. „Die Jungs interessieren sich vor allem für technische Berufe und Mechanik und die Mädchen für soziale Berufe“, berichtet sie nach dem ersten Rundgang mit ihrer Gruppe von der Bliesschule. Die Ausbildungsmesse im Einkaufszentrum sei eine gute Sache: „Überreden musste ich niemanden“, schildert Sponagel ihre Erfahrung. Derweil informiert sich Detlef Krammes, Schulleiter der BBS Hauswirtschaft und Sozialpädagogik, bei den Firmen stellvertretend für seine Schüler über Möglichkeiten für Praktika. „Wir nutzen die Messe vor allem zur Kontaktpflege. Wir sind ständig auf der Suche nach Praktikumsplätzen“, erzählt er. Die Möglichkeit besteht heute noch von 11 bis 20 Uhr. Begleitend zu den Infoständen der Unternehmen bieten BASF und Agentur für Arbeit Workshops für Jugendliche, aber auch die Eltern an. Darin geht es unter anderem um Eignungstests und Vorstellungsgespräche, aber auch darum, wie Eltern die Berufswahl ihrer Kinder am besten unterstützen. (env)

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