LUDWIGSHAFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Über die sozialen Netzwerke seinen neuen Fußballverein gefunden

Gesucht bei Standardsituationen: Sören Hengstberger (links) vom SV Südwest.
Gesucht bei Standardsituationen: Sören Hengstberger (links) vom SV Südwest.

Aufatmen beim SV Südwest Ludwigshafen, dem Aufsteiger in den Fußball-Landesliga, der mit dem 3:1-Erfolg gegen Billigheim-Ingenheim den ersten Saisonsieg gefeiert hat. Großen Anteil daran hatte der zweifache Torschütze Sören Hengstberger.

Ein Doppelpack von Sören Hengstberger, gab es das schon einmal? Der defensive Mittelfeldspieler lacht. „Ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren beim SV Südwest und hatte noch nie getroffen. Jetzt waren es gleich zwei Tore“, sagt der Mann mit der Nummer 3 und wirkt selbst etwas überrascht. Ausschlaggebend dafür war eine Veränderung der Laufwege bei Standardsituationen. „Bei Eckbällen und Freistößen bin ich jetzt einer der Zielspieler“, verdeutlicht Hengstberger. Mit einer Körperlänge von 1,89 Meter bietet sich der Defensivspezialist dafür geradezu an. Trainer Frank Wieschalla ist voll des Lobes über den Schwaben. „Sören ist ballsicher, hat eine hohe Laufbereitschaft, antizipiert gut und stopft viele Löcher. Er ist aus unserem Team nicht mehr wegzudenken“, sagt Wieschalla. Hengstberger sei ein angenehmer und problemloser Mensch, der trotz seiner erst 21 Jahre Führungsspieler und eine Persönlichkeit sei. Sein Wort habe Gewicht.

Künftig Lehrer am Gymnasium

Sören Hengstberger, ein gebildeter, höflicher und freundlicher junger Mann, studiert in Mannheim Wirtschaft, Politik und Deutsch. „Ich möchte an einem Gymnasium unterrichten. Nach dem Abschluss der Bachelorarbeit bin ich jetzt im ersten Master-Semester. Später folgt das Referendariat“, erklärt Hengstberger. Als der Fußballer, der aus der Nähe von Stuttgart stammt, die schwäbische Mundart aber fast abgelegt hat, nach Mannheim kam, hat er sich über die sozialen Netzwerke nach einem Verein umgeschaut. „Es gab verschiedene Optionen. Beim SV Südwest hat es mir am besten gefallen“, betont der Student.

Bei der TSG Steinheim hat er mit dem Fußball begonnen, spielte später beim SGV Freiberg, der in Baden-Württemberg einen guten Ruf genießt. Ab der C-Jugend durfte der junge Sören seine Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld einnehmen. „Es macht mir Spaß, auch für andere zu arbeiten. Ich sehe mich als Mannschaftsspieler und Vorlagengeber“, sagt Hengstberger. Trotzdem spreche nichts dagegen, hin und wieder ein Tor zu schießen. Die nächste Gelegenheit dazu hat er am kommenden Sonntag, 15 Uhr, wenn der SV Südwest beim heimstarken TuS Altleiningen antritt.

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