Ludwigshafen Ältester Verein im Ort mit Nachwuchssorgen

Beim Freundschaftssingen präsentierten die No Limits unter anderen Musical-Lieder.
Beim Freundschaftssingen präsentierten die No Limits unter anderen Musical-Lieder.

«Limburgerhof.»Einst als reiner Männerchor gegründet, hält heute der gemischte Chor No Limits die Fahne des Gesangvereins MGV 1903 Limburgerhof hoch. Der Verein ist einer der ältesten im Ort, er ist sogar 27 Jahre älter als die politische Gemeinde Limburgerhof. Vergangenen Samstag feierte er sein 115-jähriges Bestehen mit einem Freundschaftssingen (siehe „Zur Sache“).

Gegründet wurde der traditionsreiche Verein am 31. Januar 1903 in der damaligen Gaststätte „Blickensdörfer“ im Ortsteil Rehhütte. Nach dem Motto „Gemeinsam singen – gemeinsam feiern“ wollte der stattliche Männerchor die Verbreitung deutschen Liedguts mit der Geselligkeit verbinden. Neben Konzerten, Liederabenden und Auftritten bei verschiedenen Veranstaltungen wie beim Parkfest, bei Jubiläen oder Gemeindefesten organisierte der Verein auch selbst Feiern, zum Beispiel früher den Silvesterball oder die Närrische Singstunde. 1989 gründete sich unter dem Dach des MGV ein Frauenchor und 1997 kam der junge gemischte Chor No Limits dazu, der mit modernen Liedern neue musikalische Akzente im Verein setzen wollte. 2001 konnte auch etwas für den Nachwuchs angeboten werden – der Kinderchor „KiChoLi“ wurde aus der Taufe gehoben. Doch auch der MGV kämpft mit Nachwuchsproblemen, denn mittlerweile gibt es weder Männer-, noch Frauen- und Kinderchor mehr. Seit 2012 halten allein die rund 55 aktiven Sänger der No Limits die MGV-Fahne hoch. Insgesamt hat der Verein 130 Mitglieder. Zugpferd der No Limits ist Chorleiter Matthias Eschli, liebevoll „Chorbändiger“ genannt, der seit 2010 im Amt ist. „Der ist bei seiner manchmal notwendigen Strenge so locker, verständnisvoll und voller Witz und Charme, da muss einem die Singstunde einfach Spaß machen“, sagt Sängerin Iris Kinzebach. Und damit spricht sie vielen Sängern aus der Seele. Sorgen bereiten der Vorsitzenden Anke Ehwald die relativ wenigen Männerstimmen. „,Sowohl für Tenor wie auch für Bass könnten wir Verstärkung gebrauchen.“ Aber natürlich sind auch neue weibliche Stimmen immer willkommen. Aber der Gesang und die Proben im Schlösschen im Park sind nicht alles, was den Chor zusammenhält. Da gibt es noch die regelmäßigen Chorwochenende. Geschätzt wird aber auch das gesellige Miteinander nach den Singstunden. Dann treffen sich die meisten Aktiven noch im Sängerheim im Pavillon an der Carl-Bosch-Schule zum gemütlichen Plausch. Da geht’s dann um die Planung von Festen, um den letzten Chorauftritt oder auch um persönliche Dinge. Im Sängerheim wird auch gefeiert, das nächste Fest „Neie Woi un Zwiwwelkuche“ ist im September geplant. Noch Fragen? Wer bei den No Limits mitsingen möchte, kann zur Singstunde montags, 20 Uhr bis 21.30 Uhr, im Obergeschoss des Schlösschens, Parkstraße 43, kommen. Bitte Parkplätze entlang der Speyerer Straße benutzen. Infos auch unter www.mgv-limburgerhof.de oder auf Facebook No-Limits-Gesangverein-Limburgerhof. Die letzte Singstunde vor den Ferien ist am 2. Juli, weiter geht’s am 6. August.

x