Ludwigshafen Zur Sache: Der „Masterplan Green City“

Gemeinsam für saubere Luft: Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen planen den großen Wurf beim umweltfreundlichen Verkehr. Dafür steht der „Masterplan Green City“, dessen Eckpunkte die Oberbürgermeister Peter Kurz (55, SPD, Mannheim), Eckart Würzner (56, parteilos, Heidelberg) und Ludwigshafens Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger (57, CDU) – wie berichtet – bereits am 31. Januar im Heidelberger Rathaus skizziert hatten. Sie erläuterten dabei, mit welchen Projekten sie nachhaltige Mobilität in der Metropolregion vorantreiben wollen. Diese sollen kurzfristig zu einem spürbaren Rückgang der Stickoxid-Belastung führen und die Luftqualität in den Citys verbessern. Gebündelt sind diese Vorhaben im gemeinsamen Masterplan für nachhaltige Mobilität. Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen mit zusammen rund 650.000 Einwohnern waren die einzigen der rund 60 Städte beim sogenannten Dieselgipfel der Bundeskanzlerin am 28. November 2017 in Berlin, die einen gemeinsamen Antrag zur Erstellung eines Masterplans vorgelegt haben. Hinter dem Schulterschluss steht die Überzeugung, dass angesichts der hohen Pendlerströme in der Region die Luftqualität nur verbessert werden kann, wenn die drei Kommunen an einem Strang ziehen. Diesel-Fahrverbote wollen alle vermeiden. Die Finanzierung des Masterplans übernimmt zu 100 Prozent der Bund. Den entsprechenden Förderbescheid über 570.000 Euro hat das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Dezember übergeben. Der Plan wird nun im ersten Halbjahr 2018 in den beteiligten Städten erarbeitet – mit der Unterstützung des Aachener Beratungsbüros Aviso. Am 31. Juli soll er in Berlin vorgelegt werden, um weitere Fördermittel zu generieren. Städte sind der Schlüssel für die Energiewende“, betonte Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner beim Spitzentreffen der Nachbarstädte Ende Januar. „Eine Mobilitätswende braucht Förderung auf lange Sicht“, sagte sein Mannheimer Kollege Peter Kurz.
