Ludwigshafen Ludwigshafen: Blindgänger auf BASF-Gelände entdeckt

Immer wieder werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bei der BASF entdeckt. Unser Bild zeigt eine Sandpyramide, die 2015 fü
Immer wieder werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bei der BASF entdeckt. Unser Bild zeigt eine Sandpyramide, die 2015 für eine Entschärfung aufgeschüttet wurde. Archivfoto: Kunz

Im BASF-Werksteil Süd ist am Dienstag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die 250-Kilo-Fliegerbombe ist bei Sondierungen vor Bauarbeiten entdeckt worden, sagte eine Unternehmenssprecherin am Abend. Von dem Sprengkörper sei nur noch die Hälfte vorhanden und der Zünder sei offensichtlich blockiert, sodass keine unmittelbare Gefahr davon ausgehe. Die Bombe wird über Nacht gesichert. Aufgrund des Zustands des Explosivkörpers sei es nicht sicher, ob überhaupt eine Entschärfung notwendig sei. Experten des Kampfmittelräumdienstes wollen am Mittwochvormittag die Bombenreste in Augenschein nehmen und dann gemeinsam mit der Werkleitung über das weitere Vorgehen entscheiden. Bereits am Montag war der Räumdienst in Ludwigshafen im Einsatz. Auf dem Gelände der Hochschule Mundenheim war ebenfalls eine 250-Kilo-Fliegerbombe bei Erdarbeiten entdeckt worden. In diesem Fall wurde der Blindgänger gezielt unter einer acht Meter hohen Sandpyramide gesprengt. Niemand kam zu Schaden. Das BASF-Gelände war im Krieg eines der Hauptangriffsziele. Rund 40.000 Bomben wurden auf das Areal geworfen. Die meisten Blindgänger wurden während des Krieges und in der Nachkriegszeit entschärft. Seit 1978 wurden bei Bauarbeiten in der BASF knapp 30 Blindgänger in tieferen Erdschichten gefunden, die entschärft wurden. Zur Sache: Luftkrieg in Ludwigshafen – explosive Altlasten tauchen immer wieder auf

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