Landau Worte wie geschliffen

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Die Aula des Gymnasiums am Pamina-Schulzentrum Herxheim ist gut gefüllt am Freitag. Die Jury blickt gespannt auf die Bühne. Die Teilnehmer des Regionalfinal-Wettbewerbes „Jugend debattiert“ sind bereit. Am Ende führen Sophie Burkhart und Laura Laußer das stärkste Wort.

Vertreten sind das Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium (Dahn), das Alfred-Grosser-Gymnasium Bad Bergzabern, das Europa-Gymnasium Wörth und das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium in Speyer. Bei der Qualifikationsrunde am Vortag waren noch Jugendliche von fünf anderen Schulen aus der Vorder- und Südpfalz dabei, darunter ein Team des Goethe-Gymnasiums Germersheim, das sich nicht bis ins Finale durchsetzen konnte. Die besten Schüler der Regionalqualifikation vom Vortag treten nun, aufgeteilt in Mittel- und Oberstufe, gegeneinander an. Die Debattanten sind gut vorbereitet, geschliffen tragen die jungen Leute ihre Meinung vor und positionieren sich. Dann startet das freie Wortduell mit den Konkurrenten zu einem Thema. In der ersten Runde diskutieren die Neunt- und Zehntklässler über wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen einer Kennzeichnungspflicht von Fleisch aus Massentierhaltung. Es geht um Vor- und Nachteile von abschreckenden Bildern auf den Verpackungen und eine schrittweise Abschaffung der Massentierhaltung mithilfe einer finanziellen Unterstützung für die Bauern. Dann diskutieren die Zwölftklässler über eine Jugendquote von 15 Prozent in Stadt- oder Gemeinderäten. Hintergrund: Es gilt, bei Entscheidungen auch die Sichtweise von jungen Leuten in der Kommunalpolitik zu berücksichtigen. Die Gegenseite erwidert: mögliche Überforderung und zu geringe politische Erfahrung. Keinem der Schüler gehen die Argumente aus. Dabei bleiben die Jugendlichen sachlich und beziehen zudem Studien und Aussagen aus der Politik in ihre Begründungen ein. Zwar erzielen sie am Ende der Debatte keinen Konsens, aber das ist auch nicht zwingend: „Dafür reichen zwölf Minuten nicht aus“, merkt der Oberstufenschüler Micha Fischer an. Vor dem Regionalentscheid haben die jeweiligen Schulsieger zehn Tage Zeit, sich auf drei Themen vorzubereiten, erklärt Ansgar Uelhoff, Lehrer an der Realschule plus in Dahn, der den Regionalentscheid mitorganisiert hat. Sie sind nicht nur Teilnehmer der Debatte, sondern bilden sich auch als Schülerjuroren ihre Meinung. Kopf der Jury sei immer ein Lehrer. Info —Das Ergebnis der Jury: Sophie Burkhart (Dahn) belegt den ersten, Linne Brand (Speyer) den zweiten, Katalin Beer (BZA) den dritten und Vincent Hundertmark (BZA) den vierten Platz der Sekundarstufe eins. —Bei der Sekundarstufe zwei siegt Laura Laußer (BZA) vor David Knauß (Wörth), Niclas Müller (Speyer) und Michal Fischer (Wörth). Die Erst- und Zweitplatzierten sind für das Landesfinale qualifiziert. |roo

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