Landau
Wenn die Zeitumstellung den Familien-Zeitplan stört
Unsere beiden Kinder gehen am Sonntagabend eine Stunde später schlafen. Nicht etwa, weil abzusehen ist, dass unser Familienausflug länger dauert und wir somit mehr Zeit benötigen werden, um sie bettfertig zu machen. Es liegt daran, dass in der Nacht auf Sonntag wieder an der Uhr gedreht wird. Sie wissen schon: die Zeitumstellung. Für die es so einige Eselsbrücken gibt, um zu wissen, ob die Uhr von 2 auf 3 Uhr oder von 3 auf 2 Uhr umgestellt wird.
Eine Eselsbrücke habe ich besonders in Erinnerung: Im Winter werden die Sitzplätze für die Terrasse zurück in das Lager gestellt, im Sommer kommen sie wieder vor auf die Außenfläche. Passt in Corona-Zeiten nicht unbedingt, weil aus Infektionsschutzgründen manche Lokale länger auf die Außenbestuhlung gesetzt haben als sonst, um dadurch mehr Menschen bewirten zu können. Aber sei es drum. Zumindest habe ich es mir einprägen können, wann die Uhr vor und wann sie zurückgestellt wird.
Der Wecker hat ausgedient
Um bei unseren Kindern zu bleiben: Sie richten sich nicht nach der Uhr, dementsprechend auch nicht nach der Zeitumstellung. Sobald sie wach sind, starten sie in den Tag. Unsere beiden Sprösslinge haben glücklicherweise einen relativ guten Biorhythmus: Unser Kleiner wacht in der Regel zwischen 6 und 7 Uhr auf, und weckt damit hin und wieder auch die große Schwester, die noch im selben Zimmer schläft. Wenn unsere Tochter noch im Tiefschlaf sein sollte, steigt sie wenig später, so gegen 7.30 Uhr, aus dem Bett. Heißt für uns als Eltern, dass wir eigentlich keinen Wecker mehr benötigen. Da wir Redakteure morgens etwas später im Büro sind als Menschen aus anderen Berufsgruppen, kann ich ohnehin nicht mehr verschlafen. Den Wecker brauche ich nur dann, wenn ich einen Termin, etwa beim Zahnarzt, früh am Morgen vorgesehen habe, damit ich ihn vor der Arbeit wahrnehme.
Abends geht es für unsere beiden Kinder meist um 19 Uhr in die Heia. Viele Mütter und Väter werden verstehen, dass die Knirpse je nach Tagesform auch andere Schlaf- und Wachzeiten haben. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass Kinder mitten in der Nacht hellwach sind und erst nach ein oder zwei Stunden wieder die Augen zumachen. Oder dass sie mal um 5 Uhr Mama und Papa dazu animieren, aus den Federn zu kommen, weil sie wach sind und am liebsten direkt spielen gehen möchten.
Wenn der Kaffee früher getrunken wird
Ja, insofern bringt die Zeitumstellung für ein paar Tage den Familien-Zeitplan durcheinander. Zugegeben, geht das bei der Umstellung auf die Sommerzeit noch. Denn dann wachen wir zumindest am Morgen etwas später auf. Gegen das spätere Zubettgehen ist nichts einzuwenden. Anders sieht es im Winter aus. Während manche Erwachsene sich dann noch mal im Bett umdrehen können, weil sie ja eine Stunde in der Nacht für den Schlag dazugewinnen, sind wir Eltern schon längst wach. Der Kaffee am Nachmittag, der mir im Übrigen an allen Tagen in Kombination zu einer Süßspeise in Form von Schokolade oder Kuchen heilig ist, ist an diesem Tag eine Stunde früher nötig.
Unsere dreijährige Tochter lernt schon eifrig die Uhrzeiten. Auch wenn es etwas dauern dürfte, bis sie das Zeitgefühl entwickelt und verinnerlicht hat. Vielleicht werde ich ihr aber gar nicht mehr erklären müssen, dass an zwei Tagen im Jahr die Uhr wie von Geisterhand umgestellt wird. Sofern sich endgültig für die Winter- oder Sommerzeit ausgesprochen wird.