Pfälzerwald Weinbiethaus: Pop-up-Restaurant soll zu Dauerbetrieb werden

Die Landauer Isaak Hünerfauth und Sebastian Schels legten 2024 eine erfolgreiche Saison hin.
Die Landauer Isaak Hünerfauth und Sebastian Schels legten 2024 eine erfolgreiche Saison hin.

Das Südpfälzer Team der „Biokischd“ will weiterhin den Betrieb des Weinbiethaus übernehmen. Aus ihrem Pop-up-Restaurant soll ein Dauerbetrieb werden. Der Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen hatte sich Anfang 2024 von seiner Pächterin getrennt. Danach übernahmen die beiden Landauer Sebastian Schels und Isaak Hünerfauth mit Freunden und wechselnden Gastköchen die beliebte Ausflugsgaststätte im Pfälzerwald bei Neustadt. Deren kreative, regionale Bio-Küche mit vielen veganen und vegetarischen Gerichten, kombiniert mit Kulturveranstaltungen, kam so gut an, dass das junge Team seinen Pop-up-Betrieb zweimal verlängerte. Zum 1. Januar 2025 war aber erst einmal Schluss. Nun kündigen die beiden an, doch länger zu bleiben. Was bedeutet das für die Pläne Schels, das Forsthaus Taubensuhl kaufen zu wollen?

Der PWV möchte für das Weinbiethaus einen dauerhaften Pächter, der mindestens drei Tage pro Woche öffnet. Um dies neben ihren normalen Jobs beim Lieferdienst des Offenbacher Bio-Hofs Gensheimer stemmen zu können, hat das „Biokischd“-Team nun Vollzeitstellen ausgeschrieben. „Damit es dort weitergehen kann, brauchen wir eine feste Küchenleitung und eine Serviceleitung, sodass die Verantwortung und Arbeit auf mehr Schultern verteilt wird und zudem mehr Routine in die Abläufe reinkommen kann“, berichtet Schels.

Seine Ambitionen am Taubensuhl seien davon aber nicht betroffen. Er verfolge weiterhin den Plan, das seit vier Jahren leerstehende Ausflugslokal im Landauer Stadtwald zu erwerben und es für Gastronomie, Übernachtungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten sowie eine Gemüse-Manufaktur auszubauen. Wegen der schwierigen Genehmigungslage sei das Vorhaben aber sehr komplex und aufwendig. „Sollte ich mit der Stadt und dem Denkmalschutz eine Lösung finden, gehe ich davon aus, frühestens in drei bis vier Jahren an den Start gehen zu können.“ Die Stadt hatte inzwischen angeboten, die Kosten für die Bauvoranfrage zu übernehmen, um Schels entgegenzukommen. Bis zu einer Entscheidung zu den Umbauplänen sei der „Woibiet“ viel einfacher zu betreiben, „weil wir uns nur einmieten, die Größe, Lage und Infrastruktur einfach perfekt ist“.

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