Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Was ein Landauer mit dem Aufbau der Impfzentren zu tun hat

Andreas Knöpfler investiert viele Stunden in seine ehrenamtlichen Aufgaben beim THW in Landau.
Andreas Knöpfler investiert viele Stunden in seine ehrenamtlichen Aufgaben beim THW in Landau.

Das Technische Hilfswerk (THW) agiert bundesweit im Zivil- und Katastrophenschutz. Die Helfer arbeiten fast alle ehrenamtlich. Andreas Knöpfler aus Landau ist jährlich über 1200 Stunden im Einsatz, und das ist nicht immer ganz ungefährlich.

Knöpfler, hauptberuflich als Vermessungsingenieur in Baden-Württemberg beschäftigt, ist seit 2015 für den THW-Ortsverband Landau im Einsatz. „Wenn schnell viel Personal benötigt wird, ist das THW zur Stelle“, sagt der 42-Jährige. So waren er und seine Kameraden auch beim Aufbau des Corona-Behelfskrankenhauses auf dem Gelände der IGS in Landau beteiligt. Auch beim Aufbau des Wörther und des Landauer Impfzentrums war Knöpfler dabei. „Das ist beeindruckend, wenn unter Zeitdruck ein Impfzentrum aus dem Boden gestampft wird. So etwas hat keiner von uns zuvor erlebt, weil es so etwas zuvor einfach noch nie gab“, sagt der Südpfälzer.

Knöpflers Fachgebiet ist die Vermessungstechnik. Er ist also mit einem Vermessungsgerät bei Einsätzen unterwegs, „um die Sicherheit zu garantieren, beispielsweise bei Einsätzen an einem Hangrutsch oder beim Bau einer Behelfsbrücke“, wie er sagt. Und nicht immer sind die Einsätze ungefährlich. Knöpfler berichtet von einsturzgefährdeten Gebäuden nach einem Brand, die für Abstützarbeiten begangen werden müssen. Außerdem erzählt er von der Dankbarkeit der Betroffenen. „Wenn ein Haus durch einen Brand unbewohnbar wird, dann kommen wir zur Eigentumssicherung und setzen Notfenster ein. Da sind die Leute einfach nur dankbar und froh, dass Hilfe da ist.“

Bürger reagieren nicht immer nett

Es gibt aber auch Situationen, in denen Bürger nicht so nett reagieren. Wenn eine Bombe entschärft werden muss, baut das THW Absperrungen. „Da sind die Leute auch manchmal nicht so einsichtig, wollen durch die Absperrung. Das ist dann schon nervenzehrend. Wenn man aber im Laufe des Gesprächs merkt, dass die Leute verständnisvoller werden, ist das ein gutes Gefühl“, sagt Knöpfler. Die Anzahl der THW-Einsätze ist unterschiedlich, der Landauer berichtet von Wochen mit drei Einsätzen, „und dann ist vielleicht wieder ein paar Wochen gar kein Einsatz.“ Unter normalen Umständen ist er einmal pro Woche in der Einsatzzentrale in Landau und prüft Material oder bildet aus.

„Die Familie muss es mittragen, dass man als THWler etliche Wochenenden und Abende nicht zu Hause verbringt. Als kleines Dankeschön gibt es eigentlich immer eine Jahresabschlussfeier mit den Familien“, sagt der Ehemann und zweifache Vater. Seine Frau findet das Ehrenamt gut und hält ihm den Rücken frei. Die Kinder sind stolz, dass ihr Papa beim THW ist. Obwohl es natürlich jedem selbst überlassen ist, hofft Knöpfler, dass möglichst viele Menschen das Impfangebot annehmen. „Damit es endlich mal wieder ein Ende hat und wir wieder einen normalen Alltag führen können, sowohl privat wie auch bei uns im THW.“

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