Landau Von Sanddorn-Kefir und Schoko-Hagebutte

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Billigheim-Ingenheim. Den Sommer mit all seinen Genüssen ins Glas packen. Seit Generationen praktizieren das fleißige Hausfrauen und -männer jedes Jahr aufs Neue. In unserer neuen Serie „Topfgucker“ schauen wir Menschen über die Schulter, die noch nach Omas oder mit ausgefallenen Rezepten kochen. Zum Auftakt geht es um die Landfrauen in Appenhofen.

Selbstgekochte Marmeladen, Chutneys, Gelees oder Kompott die Aromen der Erntezeit festhalten. Davon kann man dann den Winter über zehren – bis im kommenden Jahr wieder aus dem Füllhorn der Natur geschöpft werden kann. Ein paar kleine Kniffe und Tricks gibt Beate Gröbert. Sie ist Kursleiterin des Landfrauenverbandes der Pfalz. So startet Gröbert mit den Appenhofener Landfrauen den „Einmachabend“ im Gemeindehaus. Da heißt es beim Sanddorn-Kefir-Rezept lieber keine zwei Teelöffel Zimt zugeben, sonst wird der Eigengeschmack zu sehr beeinflusst. Auch stellt sie klar, dass es Preiselbeeren bei uns eigentlich gar nicht gibt und man für das Rezept meist zu Tiefkühlkost greifen muss. „Alles klar: Los geht’s zum Selbstgemachten aus Wildfrüchten“ ist das Motto der Damen an diesem Abend. „Lecker!“, meint dazu die erste Vorsitzende der Appenhofener Landfrauen, Elke Mirus. „Wildfrüchte sind wieder im Kommen. Der Geschmack ist einfach intensiver. Man hat mehr Sommer auf der Zunge. Da lohnt sich die Zeit am Herd.“ 13 Landfrauen wagen an diesem Abend aber nicht nur das Einmachen von Preiselbeer-Apfelkonfitüre, sondern versuchen sich auch an so etwas Schmackhaftem wie Wildbrombeer-Apfel-Küchlein oder Hagebutten-Pralinenkugeln. Die 28-jährige Katja Klein aus Appenhofen führt eine kleine Familientradition fort. Schon ihre Oma war bei den Landfrauen dabei, und auch die Mutter ist regelmäßig bei den Treffen. Auf die Idee, einfach mal mitzukommen, brachte sie ihre Mutter. Die Rezepte, die sie immer mit nach Hause brachte, taten ihr Übriges: „Die wurden von uns gleich ausprobiert“, erzählt sie. Sie ist das erste Mal dabei und die Jüngste im Team. Mit etwas Vorsicht und den Blick fest auf das Rezept geheftet, wagt sich „der Frischling“ an die Konfitüre. Dagegen ist Hilde Kehrt ein alter Hase auf diesem Gebiet. Sie ist nicht nur Gründungsmitglied des Vereins im Jahre 1957 hier im Ort, sondern ist auch bei fast allen Veranstaltungen dabei. Eifrig am Rollen sind Gülay Reyhan und Ingrid Hauck. Nachdem die Hagenbutte-Konfitüre gleichmäßig verrührt wurde, werden nun kleine Kügelchen geformt. Diese finden, an einem Spieß platziert, gleich den Weg in die heiße Schoko-Kuvertüre. Zum gleich verkosten bereiten Gerda Beppler und Edith Bangerth einen Sanddorn-Kefir her. „Der schmeckt, ist einfach hergestellt und ist gesund“, erklären beide. Volle Konzentration brauchen Karin Langenberger und Heidemarie Meyer beim Kochen der Hagebuttenkonfitüre. Die Masse muss stark erhitzt, vier Minuten sprudelnd gekocht und ständig im Auge behalten werden. Die erste Vorsitzende Elke Mirus findet die „Mitmach- Einmachabende“ einfach gut: „ Man kommt ins Gespräch, kocht , alle haben ihren Spaß. Und die eine oder andere Rezeptidee findet Nachahmer.“ Die Serie Wer Lust hat, mit besonderen Rezepten oder lustigen Kochgemeinschaften in unserer neuen Serie mitzumachen, kann sich bei der Marktplatz-regional-Redaktion melden, Telefon 06341 281-125 oder E-Mail: marktsuew@rheinpfalz.de.

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