Landau Von der verschwundenen Puppe

Liebevoll bis ins kleinste Detail aufgebaut ist diese Puppenstube.
Liebevoll bis ins kleinste Detail aufgebaut ist diese Puppenstube.

Das Adventsfenster bei Familie Werner Wendel in Göcklingen, Hauptstraße 80 erzählt eine besondere Geschichte: Die der verschwundenen Puppe.

Welch ein Schreck am Vormittag! Die schöne große Puppe war weg. Das Mädchen hatte sie am Vorabend noch selbst in den Wagen gelegt, die Kissen geklopft und ihre Puppe zugedeckt. Nun war das Bettchen leer. Da weinte das Kind sehr. Denn die Puppe war ja so schön, sie hatte nur ein Loch im Kopf und an den Haaren fehlte ein wenig. Die Nase und ein Arm hatten auch schon etwas abgekriegt, als sie vom Schrank fiel, aber sonst war sie noch heil und ganz. Kein Mensch wusste, wie die Puppe verschwunden war. Nur die Tante hatte die Idee: „Vielleicht hat sie der Weihnachtsmann in eine Klinik gebracht, um sie in einem Puppenkrankenhaus zu heilen“, sinnierte sie. „Vielleicht kommt sie wieder und hat schöne Locken, heile Glieder und ist so schön, dass du sie nicht wieder erkennst und sie nur Prinzessin nennst“, sagte die Tante zu ihrer Nichte. „Ach, wenn das so ist, freue ich mich sehr und danke dem lieben Weihnachtsmann, der alles hat und alles kann.“ Und tatsächlich, unterm Weihnachtsbaum lag wieder die Puppe, geheilt von ihren Krankheiten und Verletzungen und war schöner als je zuvor.

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