Landau Voll die Bohne
Hmmm. Das duftet. Frisch geröstete Kaffeebohnen. So was haben die neun Vorschulkinder der Kindertagesstätte Arche Noah in Bad Bergzabern noch nicht gesehen.
Da schauen nicht nur die Zwerge, sondern auch die beiden Erzieherinnen Iris Staudter und Alexandra Vögler ganz neugierig, wie Bernhard Schmitt zehn Kilogramm cremefarbene Rohbohnen in die große messingfarbene Schüssel auf der Röstapparatur füllt. „Das ist aber schön“, „Oh toll“, „Das ist ja klasse“, „Ich will mitmachen“, „Ist das cool“, sind die Kleinen begeistert. Nach rund einer halben Stunde sind sie fertig – der wohlige Duft von 8,5 Kilogramm Bohnen erfüllt den „Kaffeefleck“. So heißt die kleine Rösterei, die Schmitt mit seiner Frau Sabine Schmitt-Gilke in der Marktstraße 1 betreibt. Dazu gehört auch ein kleines Café, das vor der Tür auch einen Freisitz bietet. Schmitt bezieht seine Bohnen aus Hamburg und zunehmend über das Internet mit dem „Direct Trade“-System aus Honduras, also ohne Zwischenhändler, was Kosten spare. Dabei merkt er an, dass kaum jemand wisse, dass es eine Kaffeebohnensteuer gebe: die liege bei 2,19 Euro pro Kilogramm, erzählt der gelernte Koch und Bäcker. Im Wesentlichen verarbeitet er Bohnen der Sorten Santos Cerado (Hochland-Arabica) aus Brasilien und Robusta Colobustus, der in Uganda angebaut wird. Geröstet werden Kaffeebohnen bei ihm in der Regel unter 200 Grad Celsius. Über diese Marke gehe er nur, wenn er Espresso röste, sagt Schmitt. |rww